Handball RHEINPFALZ Plus Artikel TuS Dansenberg II geht mit dünn besetztem Kader am Ende die Luft aus

Felix Dettinger
Felix Dettinger

Die zweite Mannschaft des TuS Dansenberg hat auswärts gegen den Tabellendritten HSG Rhein-Nahe Bingen über 40 Minuten lang auf Augenhöhe mitgehalten. Doch dann brach die Leistung ein – mal wieder. Am Ende stand eine, in der Höhe unverdient deutliche 25:35 (13:15)-Niederlage.

Die Truppe von Trainer Theodoros „Theo“ Megalooikonomou ging mit gemischten Gefühlen in die schwere Auswärtspartie gegen den starken Aufstiegsaspiranten vom Rhein. Einerseits hatten diese einen schwachen Rückrundenstart erwischt, gegen Kellerkind Südpfalz-Tiger verloren und nur mit einem Tor gegen den abgeschlagenen Vorletzten HSG Eckbachtal gewonnen, was den Dansenbergern Hoffnung auf die nächste Sensation machte.

Andererseits konnte der Trainer mal wieder nur auf einen zehnköpfigen Rumpfkader mit nur acht Feldspielern zurückgreifen und musste auch auf seinen Co-Trainer Patrick Schulze verzichten, der am vergangenen Sonntag seinen 30. Geburtstag feierte. Da auch beide nominellen Kreisläufer fehlten, rückte Tim Lambrecht aus der dritten Mannschaft in den Kader. Der 21-Jährige kann berufsbedingt nur selten trainieren und spielt primär in der „Dritten“, nutzte allerdings seine Chance und ließ, unter anderem mit vier Toren, gegen die HSG sein Potenzial aufblitzen. „Sehr schade, denn mit einem voll besetzten Kader wäre dort auf jeden Fall deutlich mehr drin gewesen“, sagte Führungsspieler Felix Dettinger.

Henry Hofmann bester TuS-Torschütze

In der Anfangsphase schickten sich die Hausherren mehrfach an, davonzuziehen, doch immer wieder fand der TuS die passende Antwort und zog nach – 5:5 nach zwölf Minuten. So ging es dann auch in den nächsten zwölf Minuten weiter, Bingen zog auf 10:7 (21.) davon, doch den Pfälzern gelang durch einen Dreierpack wieder der Ausgleich zum 10:10 (25.).

Henry Hofmann, mit sechs Toren bester Werfer der Dansenberger, hatte den Ausgleichstreffer erzielt. Der 21-Jährige war bereits in der letzten Saison ein wichtiger Bestandteil des Kaders, hat aber in der Runde nochmal einen großen Schritt nach vorne gemacht und sich zu einem Leistungsträger in der „Zweiten“ entwickelt. Der flexibel einsetzbare Rückraumspieler ist mit 66 Toren aus 18 Spielen drittbester Werfer des Teams.

Positive Entwicklung bei Jan Simgen

„Trotz des kleinen Kaders ist es uns im ersten Durchgang sehr gut gelungen, den Anschluss zu halten, auch dank vieler Paraden von Torwart Norman Becker“, analysierte Dettinger die erste Spielhälfte. Die Hausherren kamen stärker aus den Kabinen und gingen beim 17:13 (32.) erstmals mit vier Toren in Führung, doch wieder waren es Hofmann und Jan Simgen, der fünfmal traf, die den Anschluss für den TuS wiederherstellten.

Der 22-jährige Simgen hat in dieser Saison eine ähnliche Entwicklung genommen wie Hofmann, beide sind im Rückraum flexibel einsetzbar: „Ich freue mich, der Mannschaft helfen zu können und bin dankbar für die Spielzeit und das Vertrauen der Trainer. Das hat meiner persönlichen Entwicklung sehr geholfen“, so Simgen, der bei 52 Treffern (17 Einsätze) steht.

Nur 18:20 bis zur 42. Minute

So ging es bis zur 42. Minute weiter, beim Stand von 20:18 schien alles offen, doch dann brach die erschöpfte Dansenberger Truppe, der die Wechselmöglichkeiten fehlten, ein. Die nun immer stärker werdende HSG zog mit einem 5:0 Lauf vorentscheidend auf 25:18 (48.) davon, erzielt durch Lorenzo Lang, der mit elf Treffern bester Torschütze der Partie war.

Dettinger: „Am Ende fehlte uns aufgrund der geringen Spieleranzahl die Kraft, weshalb sich Fehler einschlichen, wodurch Bingen davonziehen konnte“. Und mal wieder wiederholte sich das altbekannte Muster. Das Perspektivteam des TuS kann jedem Gegner auf Augenhöhe begegnen, doch am Ende fehlen die nötige Kaderbreite und die Wechseloptionen, um Zählbares mitnehmen zu können.

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