Handball
TuS Dansenberg II: Galavorstellung von Paul Rutz
TuS-Trainer Theodoros „Theo“ Megalooikonomou konnte personell aus dem Vollen schöpfen, alle waren mit an Bord und zudem bekam das Team noch Unterstützung aus dem Drittligakader der ersten Mannschaft, die am vergangenen Wochenende spielfrei hatte: Bennet Löhmar und Ben Kölsch rückten in die Mannschaft. Kölsch war in der Offensive mit neun Treffern und vielen Assists der überragende Mann und bekam von Co-Trainer Patrick Schulze nach dem Spiel Sonderlob: „Wir hatten heute mit Ben einen super Mittelmann, der die Fäden gezogen und aus allen Lagen getroffen hat, er war ein Riesengewinn für uns.“
Zu Beginn war es das „erwartet schwere Spiel“, so Schulze. Beiden Mannschaften war ihr junges Alter anzumerken, sie agierten sehr hektisch und unsicher. So hatten beide Seiten mit etlichen technischen Fehlern und Fehlwürfen zu kämpfen, und die Anfangsphase war eher torarm. Dennoch waren es die Gäste, die besser in die Partie kamen und nach knapp acht Minuten mit 3:1 in Führung lagen.
Neu formierter Mittelblock
Doch dann waren auch die Hausherren im Spiel angekommen und wendeten die Begegnung mit einem 3:0-Lauf auf 4:3 (11.). Zwei dieser Treffer erzielte Moritz Schulz, der mit insgesamt zehn Treffern bester Werfer auf dem Platz war. Die Gäste blieben aber am Drücker und übernahmen die Kontrolle, lagen in der 18. Minuten beim 9:6 erstmals mit drei Toren vorne. Dansenberg tat sich in dieser Phase defensiv schwer, da Abwehrchef Pascal Theuer nach einer zweiten Zwei-Minuten Zeitstrafe (15.) vorsichtshalber rausgenommen wurde.
Der neu formierte Mittelblock brauchte etwas, um sich einzuspielen, doch dann agierten Bennet Löhmar und Abwehrspezialist Philipp Becker stark und sicher: „Wir mussten ein bisschen umstellen, doch Bennet und Philipp haben das super gemacht“, lobte Schulze seine Abwehr, die im weiteren Verlaufe des Spiels die gegnerischen Angreifer vor große Probleme stellen sollte.
Ben Kölsch bester Werfer auf TuS-Seite
Nach dem 11:8 konnte der TuS durch zwei Siebenmetertore von Felix Dettinger, der sich nicht nur als sicherer Siebenmeterschütze erwies (4), sondern insgesamt eine sehr starke Leistung zeigte und mit neun Treffern gemeinsam mit Ben Kölsch bester Werfer der Dansenberger war, wieder auf 11:10 (22.) verkürzen. Die Hochdorfer legten mit dem 13:11 (25.) noch ein letztes Mal vor, dann drehten die Westpfälzer die Partie mit dem 14:13-Halbzeitstand zu ihren Gunsten.
„Wir waren bereits gegen Ende der ersten Halbzeit das bessere Team und haben das dann auch in Halbzeit zwei konstant auf die Platte gebracht“, kommentierte Schulze. Die zweite Spielhälfte begann zunächst ausgeglichen, doch ab dem Doppelschlag zum 17:15 (36.) waren die Dansenberger merklich am Drücker. Der TuS setzt sich mit einem 4:0-Lauf zum 23:18 (47.) erstmals deutlich auf fünf Tore ab. Zu verdanken war das Torhüter Paul Rutz, der allein in diesem Spielabschnitt sieben Paraden zeigte und fast acht Minuten ohne Gegentreffer bliebt. Insgesamt kam Rutz auf 20 parierte Bälle und avancierte so zum Matchwinner für sein Team. Schulze lobte seinen Schlussmann nach der Partie: „Paul hat sich super vorbereitet und die Schützen des Gegners im Video studiert. Das hat sich ausgezahlt, das war eine Wahnsinnsleistung.“
Das war die Vorentscheidung, spätestens mit der Sieben-Tore-Führung zum 28:21 (54.), erzielt durch Frederick Bohm, waren letzte Zweifel ausgeräumt, wer den Platz als Sieger verlassen würde. In den letzten Minuten nutzten Megalooikonomou und Schulze die komfortable Führung und ermöglichten auch den Rotationsspielern Einsatzzeit. So nutze Justus Linnenbach seine Chance und traf beim 32:25-Sieg noch zweimal. „Ein verdienter Sieg, die gesamte Mannschaft hat heute super gespielt“, resümierte Schulze.