Handball TuS Dansenberg II chancenlos im Westpfalzderby
Der TuS erwischte einen guten Start, setzte in den ersten 15 Minuten die Vorgaben und taktischen Konzepte des Trainers konsequent und konzentriert um und stand in der Abwehr stabil. So gingen die Gäste in der Anfangsphase immer wieder in Führung und zwangen die Hausherren dazu nachzuziehen. Nach neun Minuten gelang es den Schwarz-Weißen, durch einen schnellen Doppelschlag in 15 Sekunden erstmals mit zwei Toren in Führung zu gehen (6:4, 10.). Keine zwei Minuten später lagen die Gäste erneut mit zwei Treffern vorne (7:5, 11.), ehe es den Hausherren mit einem schnellen Doppelschlag gelang auszugleichen und im Anschluss durch den Treffer von Adam Soos, der mit sieben Toren bester Werfer der SG Zweibrücken war, erstmals in Führung zu gehen. Nun sollte die Partie kippen. Nachdem die Dansenberger noch einmal ausgleichen konnten, zogen die Rosenstädter mit einem 3:0- Lauf von 8:8 (16.) auf 11:8 (19.) davon.
22 Fehlwürfe
Ab dann schlich sich laut Schulze der „Fehlerteufel“ beim TuS ein, insgesamt sollten am Ende 22 Fehlwürfe und 16 technische Fehler zu Buche stehen. Dazu kamen einige fragwürdige Entscheidungen des Schiedsrichterduos zum Nachteil der „Zweiten“: „Dadurch fehlten uns bereits in der ersten Halbzeit drei bis vier Tore“, kritisiert Co-Trainer Patrick Schulze. Auch im weiteren Verlauf des Spiels kam es immer wieder zu strittigen Entscheidungen gegen den TuS, die einen nicht unerheblichen Einfluss auf das Spielgeschehen nahmen. Für besondere Aufregung sorgte die Szene, in der SG-Torhüter Norman Dentzer aus seinem Tor herausstürmte und beim Tempogegenstoß außerhalb des Kreises Simon Flesch foulte, doch die Schiedsrichter ahndeten, zum Unverständnis und Ärger der Dansenberger Bank, diese Aktion nicht. Der TuS verlor so die Kontrolle über das Spiel in der Schlussphase der ersten Halbzeit und die Zweibrücker konnte bis zur Pause auf 18:13 davonziehen.
Mit hängenden Köpfen
Die Dansenberger starteten schwach in die zweite Hälfte: „Nach dem Rückstand der ersten Halbzeit haben wir schon den Kopf hängen lassen, es hat sich für die Jungs so angefühlt, als ob der Fünf-Tore-Rückstand nicht mehr aufzuholen wäre“, analysierte Schulze nach der Partie. Der dünne Kader und der daraus resultierende Mangel an Wechseloptionen führten dazu, dass den Dansenbergern in der zweiten Halbzeit sichtlich die Kräfte schwanden, worunter das Offensivspiel litt. Bis zur 53. Minute gelangen gerade einmal vier Treffer. Insbesondere die Rückraumspieler, die fast die komplette Spielzeit durchspielen mussten, wirkten stehend K.o. Es fehlte sichtlich die Energie, um das Tempospiel weiter auszuspielen und durch Eins-gegen-Eins-Situationen zu Torabschlüssen zu kommen, zudem schafften es die Spieler jetzt nicht mehr, das Konzept des Trainerduos weiterhin konzentriert umzusetzen. Es mangelte an Ideen und die Fehlerquote wuchs weiter an. Hervorzuheben ist allerdings die Leistung von Felix Dettinger, der mit acht Treffern bester Werfer auf dem Platz war und erneut ein starkes Spiel machte.
Leidenschaftslos
Die Hausherren bauten die Führung immer weiter aus, beim 25:15 (41.) wurde es erstmals zweistellig, ehe sie mit einem 5:0-Lauf auf 30:17 (52.) davonzogen. In den Schlussminuten gelang den Gästen zumindest noch etwas Ergebniskosmetik, sodass am Ende ein 32:21 stand. Für Co-Trainer Schulze fehlte es an „Emotionen, Leidenschaft, Kampf und Wille“, sich gegen die drohende Niederlage zu stemmen, ein Aufbäumen blieb aus. „Sehr enttäuschend, da wir eigentlich mit so einer Mannschaft locker mithalten können.“