Handball
TuS Dansenberg geht ohne Druck in die restlichen acht Spiele
Ihr Ziel, einen Platz auf dem Treppchen, hat die Mannschaft von Trainer Theo Megalooikonomou trotz des durchwachsenen Starts in die Rückrunde nach wie vor fest im Blick.
Dass der TuS Dansenberg und TV Homburg vor dem Saisonbeginn als Titelkandidaten gehandelt wurden, war vor allem der Tatsache geschuldet, dass beide Mannschaften ein Jahr zuvor noch eine Liga höher spielten. Obwohl beide Teams nach dem Abstieg aus der Dritten Bundesliga zahlreiche Leistungsträger ziehen lassen mussten, fiel der Umbruch bei den klammen Westpfälzern deutlich stärker aus, als bei ihrem finanzstarken Konkurrenten aus dem Saarland.
Wieder auf den Nachwuchs gesetzt
Während der TV Homburg seine Aufstiegsambitionen mit den Verpflichtungen hochkarätiger Neuzugänge und dem klaren Statement seines damaligen Sportlichen Leiters Jörg Ecker, die sofortige Rückkehr in die Dritte Bundesliga anzupeilen, untermauerte, entschloss man sich beim TuS Dansenberg ganz bewusst dazu, neue Wege zu gehen und wieder vorrangig auf den eigenen Nachwuchs zu setzen.
Und das aus gutem Grund: Hatte man mit Alexander Schulze (ASV Hamm Westfalen), Luca Munzinger (Förthof UHK/Österreich) und Robin Egelhof (jetzt TV Homburg) doch in den vergangenen Jahren gleich drei Spielern aus den eigenen Reihen den Weg in den Profi-Handball geebnet. Spieler wie der aktuelle Spielmacher der Eulen Ludwigshafen, Marc-Robin Eisel, und der ehemalige Junioren-Nationalspieler Nils Röller (Frisch Auf Göppingen), nutzten ihre Zeit in der Westpfalz ebenfalls als Sprungbrett in eine der höchsten zwei Ligen.
„Rohdiamant“ Ben Kölsch
In Mittelmann Ben Kölsch (20) verfügen die Schwarz-Weißen aktuell wieder über einen Rohdiamanten, dem zumindest mittelfristig der Sprung in eine höhere Spielklasse zugetraut werden kann. Der spielstarke Mittelmann entschied sich nach Informationen dieser Zeitung vor Saisonbeginn gegen ein höherklassiges Angebot und hat seinen Vertrag vor wenigen Wochen vorzeitig um ein weiteres Jahr verlängert. Mit Goalgetter Timo Holstein, Marco Holstein, Torwart Michael Hoppe und dem extrem formstarken Robin von Lauppert bildet der junge Spielmacher eine zukunftsträchtige Achse, um die herum das Team in der kommenden Spielzeit punktuell verstärkt werden soll.
Da sich das Thema Meisterschaft bei fünf Punkten Rückstand auf Spitzenreiter TV Homburg erledigt hat, können die auf Rang drei liegenden Schwarz-Weißen ohne Druck in die restlichen Spiele gehen. Mit dem Fünften HSG Rhein-Nahe Bingen wartet auf Kölsch und Co. am Samstag (20 Uhr/Layenberger Sporthalle) ein Gegner, den man im Hinspiel mit 31:25 besiegte. Die HSG konnte ihren 32:31-Überrschungscoup gegen den TV Homburg nicht vergolden und zog in den beiden folgenden Spielen den Kürzeren. „Wir wollen jedes Spiel dazu nutzen, uns als Mannschaft weiterzuentwickeln. Wenn jeder im Training hart an sich arbeitet und sich im Spiel an die Vorgaben hält, dann kommt der Rest von ganz alleine“, betont TuS-Coach Megalooikonomou.