Handball
TuS Dansenberg erreicht das „Minimalziel“
„Das Minimalziel haben wir souverän erreicht. Wir hatten am Samstag eine Mannschaft auf der Platte, die den Sieg unbedingt wollte, und die auch den Einzug in den DHB-Pokal unbedingt wollte“, stellte der Dansenberger Trainer klar. Das sei angesichts des Rückschlages, den man im Saisonendspurt habe hinnehmen müssen, „keinesfalls selbstverständlich gewesen“, meinte Sliwa mit Blick auf die nicht erfolgte Meldung zur Aufstiegsrunde, für die man sich auf den letzten Drücker sportlich qualifiziert hatte. Da die Meldung zur Aufstiegsrunde mit hohen Kosten verbunden war und bereits weit im Vorfeld hätte erfolgen müssen, hatte man aus wirtschaftlichen Gründen darauf verzichtet.
„Wir haben dem TV Gelnhausen einen tollen Kampf geliefert und nach dem Ausgleich zum 22:22 Charakter gezeigt. Da sind wir nach der Auszeit noch mal richtig gut zurückkommen. Ich bin sehr zufrieden“, gab Sliwa zu Protokoll. In der ersten DHB-Pokal-Hauptrunde winkt dem TuS Dansenberg zum Beginn der kommenden Spielzeit nun ein Heimspiel gegen einen Zweitligisten.
Am Limit
In Gelnhausen musste die Mannschaft um ihren Kapitän Sebastian Bösing am Samstag im zweiten Durchgang noch mal ans Limit gehen. Zunächst schien alles auf einen ungefährdeten Sieg hinauszulaufen. Dansenberg legte los wie die Feuerwehr, stand hinten sicher und zeigte sich im Spiel nach vorne abschlussstark. Während sich die Hessen an der aggressiven TuS-Abwehr die Zähne ausbissen, zogen die Schwarz-Weißen bis zur Mitte der ersten Halbzeit von 3:0 über 8:3 auf 13:7 (17.) davon. Mit einem 4:0-Lauf kämpften sich die Gastgeber ins Spiel zurück und konnten den Rückstand bis zur Halbzeit auf 14:16 (30.) verkürzen. Den Anschlusstreffer der jetzt immer stärker werdenden Hessen konterte der TuS mit einem 4:1-Lauf zum 20:16 (35.). Der TVG hatte jetzt allerdings Lunte gerochen und kam Mitte der zweiten Halbzeit durch Yannick Mocken zum 22:22 (45.).
Mit fünf Toren in Folge sorgten die Schwarz-Weißen dann endgültig für klare Verhältnisse. Näher als bis auf drei Tore kamen die Gastgeber nicht mehr heran. Neben dem achtfachen Torschützen Torben Waldgenbach stachen vor allem Nachwuchs-Ass Timo Holstein (6) und der formstarke Jan Claussen (5) hervor.
Jonas Dambach kommt
Im Vorfeld der Partie gab der TuS Dansenberg eine weitere Neuverpflichtung bekannt. Zur neuen Saison wird sich Jonas Dambach vom hessischen Drittligisten HSG Bieberau/Modau den Westpfälzern anschließen. Der 23-Jährige soll die Lücke füllen, die durch die schwere Verletzung von Robin Egelhof (Kreuzbandriss) entstanden ist. Bei seinem aktuellen Verein war Dambach in der regulären Saison bester Feldtorschütze. „Ich freue mich auf Dansenberg. Es ist für mich eine neue, coole Herausforderung. Ich kenne schon einige Spieler und denke, dass wir sportlich eine super Truppe sein werden. Die Gespräche mit dem neuen Trainer Frank Müller haben mich sofort überzeugt“, betont der abschlussstarke Linkshänder. „Wir suchen jetzt noch einen Spielmacher. Ansonsten sind wir komplett“, informiert Teammanager Alexander Schmitt.
So spielten sie
TuS Dansenberg: Huber/Jovanovski - Waldgenbach (8), T. Holstein (6), Claussen (5), Serwinski (5/2), Bösing, Rebelo (je 3), Dettinger (1), Kiefer, Kurz, M. Holstein, Röller.