Handball TuS Dansenberg enttäuscht in Offenbach

Trotz enttäuschender Gesamtleistung des TuS Dansenberg konnte der erst 19-jährige Youngster David Rios Potrony mit einer überzeu
Trotz enttäuschender Gesamtleistung des TuS Dansenberg konnte der erst 19-jährige Youngster David Rios Potrony mit einer überzeugenden Einzelleistung herausstechen und erzielte zehn Tore.

Die Regionalliga-Handballer des TuS 04 Dansenberg mussten die zweite Niederlage in Folge hinnehmen. Ein Phantomtor spielte dabei eine wichtige Rolle.

TuS-Trainer Theodoros „Theo“ Megalooikonomou musste am vergangenen Sonntag auf Stammtorhüter Michael Hoppe, der aufgrund einer im Spiel gegen Mundenheim erlittenen Augenverletzung noch auf unbestimmte Zeit ausfällt, verzichten. Auch Abwehrhüne und Rückraumshooter Marco Holstein ist nach wie vor verletzt: „Hoppe fehlt uns sehr“, moniert Megalooikonomou, vor allem, da auch Torhüter Simon Gabrys angeschlagen ist. Es war von Anfang an ein „wildes Spiel“ (Megalooikonomou) und die erwartet hitzige Atmosphäre im Derby. Der TVO ist für jedes Team ein unangenehmer Gegner: „Wir hatten nicht so viel Energie wie Offenbach“, muss auch Megalooikonomou eingestehen.

Dennoch waren es die Gäste, die besser ins Spiel fanden und nach knapp 13 Minuten mit 8:5 führten. Zu diesem Zeitpunkt musste der TuS jedoch bereits einen weiteren schmerzhaften verletzungsbedingten Ausfall hinnehmen. Für Linksaußen Timo Holstein, der in Abwesenheit seines Bruders Marco in den Innenblock der Abwehr rückte und auch offensiv wichtig war, war die Partie bereits nach nicht einmal zehn Minuten beendet. TVO-Spieler Felix Klein erhielt für sein grobes Foul zurecht die Rote Karte: „Eine unerwartete Situation, damit kann man nicht planen, ein herber Verlust. Die Jungs haben alles versucht, das zu kompensieren, es aber nicht ganz geschafft. Unser Plan wurde dadurch hinfällig“, hadert Megalooikonomou.

Hausherren nutzen Ausfall

Tatsächlich konnten die Hausherren den Ausfall nutzen, um das Derby zu drehen, auch weil der TuS nun völlig von der Rolle war und über zwölf Minuten lang ohne Treffer blieb. Der offensiven Abwehr des TVO gelang es zudem, Spielmacher Ben Kölsch weitestgehend zu neutralisieren. Das machte es Offenbach einfach, mit einem 6:0-Lauf auf 11:8 (25.) zu stellen. Ab da mussten die Dansenberger einem Rückstand hinterherlaufen: „Zu Timos Verletzung kamen noch einige technische Fehler, die wir sonst nicht machen, sowie andere Kleinigkeiten, die in so einem speziellen Spiel, wo der Gegner unbedingt gewinnen will, den Unterschied machen können. Sie haben einfach besser gespielt als wir, mit mehr Kampfgeist und Energie“, versucht Megalooikonomou diese Phase zu erklären. Die Dansenberger fingen sich bis zur Pause wieder, kamen noch zweimal auf ein Tor heran. Zur Halbzeit führte Offenbach 14:12.

Doch der Start in die zweite Halbzeit verlief klar zu Gunsten der Hausherren, die schnell auf 17:13 (35.) erhöhten und den TuS im weiteren Spielverlauf gut auf Distanz hielten, sogar bis auf 26:20 (50.) davonzogen. Die Gäste gaben sich dennoch nicht auf, stellten selbst auf eine offensive 3-3 Abwehr um, stemmten sich mit aller Kraft gegen die Niederlage, bewiesen großen Kampfgeist und schafften es tatsächlich auf 27:29 (59.) zu verkürzen, doch ein zu unrecht gegebenes „Phantomtor“, der Ball war nicht in vollem Umfang über der Torlinie, 50 Sekunden vor Schluss beendete die Hoffnung auf das Comeback jäh. Der Endstand: 31:27.

Youngster überzeugt auf ganzer Linie

Obwohl der TuS Dansenberg insgesamt, vor allem in der Abwehr, keine gute Figur abgab, so muss doch die individuelle Leistung eines Spielers klar hervorgehoben werden. Der erst 19-jährige Youngster David Rios Potrony, der im Sommer aus der A-Jugend in den Kader der ersten Mannschaft rückte, überzeugte mit zehn Toren und vielen tollen Aktionen. „Er hat heute mit seiner sehr starken Leistung überrascht. Er hat alles super gemacht, in Abwehr und Angriff, ich bin sehr zufrieden mit ihm. Wir brauchen mehr Rückraumspieler wie ihn. Das Spiel kann für David ein Durchbruch gewesen sein. Er ist ein wichtiger Spieler für uns, vor allem in Abwesenheit von Marco und kann noch viel besser werden. Wir werden noch viel Freude an ihm haben“, lobte TuS-Trainer Megalooikonomou seinen Schützling.

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