Handball
TuS Dansenberg empfängt den Tabellenletzten
Die spielfreie Zeit hat der TuS genutzt, um auf zwei Schlüsselpositionen für Planungssicherheit zu sorgen. Der vorzeitigen Vertragsverlängerung von Chefcoach Theo Megalooikonomou bis 2027 folgte nur wenige Tage später das Ja-Wort von Spielmacher Ben Kölsch, der ebenfalls vorzeitig verlängert hat. Mit seiner Unterschrift unter den neuen Einjahresvertrag herrscht nun für Kölsch die Gewissheit, dass er in der kommenden Spielzeit in der Regionalliga Südwest am Ball sein wird, da sich sein Team nach der jüngsten Niederlage im Verfolgerduell bei der HSG Kastellaun/Simmern aus dem Titelrennen verabschiedet hat.
Der Rückstand auf Spitzenreiter HV Vallendar beträgt zehn Spieltage vor dem Ende der Saison fünf Punkte. Von den bislang vier Spielen gegen die Teams aus der Spitzengruppe konnten die Schwarz-Weißen nur das Hinspiel gegen Kastellaun für sich entscheiden. Gegen den Tabellenzweiten TV Homburg (28:31) und Spitzenreiter Vallendar (26:27) musste man sich in eigener Halle jeweils geschlagen geben.
Auch wenn der direkte Wiederaufstieg nie das Ziel war, ist man beim TuS Dansenberg bestrebt, die Saison bestmöglich zu beschließen. Mit einem Platz auf dem Treppchen könnte man in der Westpfalz sicherlich gut leben, zumal der Fokus von Beginn an darauf lag, jeden Spieler individuell weiterzuentwickeln, was nicht nur im Fall von Kölsch bisher gut gelang.
Mit Einsatzfreude und Kampfbereitschaft
Dass der vor Saisonbeginn propagierte Neuanfang mit Spielern aus den eigenen Reihen keine hohle Phrase war, hat Megalooikonomou von Beginn an unter Beweis gestellt, indem er talentierte Nachwuchsspieler aus der eigenen A-Jugend für gute Trainingsleistungen mit einem Platz im Regionalligakader belohnte. „Spieler müssen mutig sein und dürfen Fehler machen. Mir ist nur wichtig, dass sie daraus lernen“, stellt der Trainer klar. Wann immer es die Situation erlaubt, belohnt er seine Spieler aus der Kategorie jung und wild mit Einsatzzeiten in der vierthöchsten Spielklasse. Die Auserkorenen dankten es ihrem Coach bislang durchgängig mit hoher Einsatzfreude sowie hoher Kampf- und Laufbereitschaft.
Wiedergutmachung ist angesagt
Wie die Halle bebt, wenn ein Spieler aus dem eigenen Nachwuchs zum Torerfolg kommt, durfte Marius Bieberstein Mitte September am eigenen Leib erfahren. Als er bei seinem Regionalligadebüt gegen die HG Saarlouis II zum zwischenzeitlichen 35:22 traf, verwandelten die weit über 300 Zuschauer die Halle kurzerhand in einen Hexenkessel. Auf die Fans als achten Mann setzen Kölsch und Co. auch am Samstag gegen den vermeintlich klaren Außenseiter TV Nieder-Olm. Das Hinspiel, das die Rheinhessen mit 28:24 für sich entscheiden konnten, sollte den Schwarz-Weißen Warnung genug sein. Es war der bislang schwächste Auftritt des Tabellendritten, der im zweiten Durchgang zwischenzeitlich mit bis zu sieben Toren im Hintertreffen lag. Nun ist Wiedergutmachung angesagt.