Handball RHEINPFALZ Plus Artikel TuS Dansenberg empfängt Abstiegskandidaten

Hinter seinem Einsatz im Spiel gegen den TV Offenbach steht ein Fragezeichen: Timo Holstein vom TuS Dansenberg.
Hinter seinem Einsatz im Spiel gegen den TV Offenbach steht ein Fragezeichen: Timo Holstein vom TuS Dansenberg.

Wenn am Samstagabend der TuS Dansenberg um 20 Uhr gegen den TV Offenbach antritt, sind die Rollen klar verteilt – zumindest auf dem Papier.

Offenbach steht mit einer Bilanz von 3:31 Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz. Schlechter als das Team aus der Nähe von Landau hat bislang nur Schlusslicht SG Saulheim (2:32) performt. Bei drei Absteigern ist der Klassenerhalt nur noch theoretisch möglich. Der Rückstand auf die VTV Mundenheim (13:21), die aktuell den ersten sicheren Nichtabstiegsplatz belegt, beträgt schon stattliche zehn Punkte. Selbst eine Siegesserie würde daher wohl nicht mehr reichen, um noch ans rettende Ufer zu kommen.

Noch zwei Siege und das Minimalziel ist erreicht

Besser sieht es da beim TuS Dansenberg aus, dessen Vorsprung auf die Abstiegszone sechs Punkte beträgt. Zwei Siege in den kommenden beiden Spielen gegen den TV Offenbach und bei Aufsteiger HSG Dudenhofen/Schifferstadt vorausgesetzt, könnten die Schwarz-Weißen ihr Minimalziel Klassenerhalt vorzeitig abhaken. Doch auch diese Spiele sind noch nicht gewonnen. Was passieren kann, wenn man einen vom Papier her klar unterlegenen Rivalen unterschätzt, bekam die Mannschaft des neuen Trainer-Duos Patrick Schulze und Ivan Vukas im Hinspiel zu spüren. Die 27:31-Pleite bei den zuvor sieglosen Südpfälzern sollte der Mannschaft um Spielmacher Ben Kölsch eine Warnung sein. Dansenberg wird in eigener Halle alles daransetzen, dieses Ergebnis geradezurücken. Eine zweite Niederlage gegen den designierten Absteiger will und darf man sich vor heimischem Publikum nicht erlauben.

Entsprechend konzentriert und engagiert dürfte der Gastgeber auftreten. Für Offenbach geht es nach zehn teilweise deutlichen Niederlagen darum, sich achtbar zu präsentieren und noch einmal zu zeigen, welches Potenzial in der Mannschaft steckt. Auch wenn der Klassenerhalt nur noch rechnerisch möglich ist, wird das Team mit Sicherheit alles daran setzen, um im Pfalz-Derby erneut für eine Überraschung sorgen. Auch vor dem Hinspiel sprach nichts für die Offenbacher. Dansenberg rangierte nach drei Siegen aus den ersten vier Partien in der Spitzengruppe, Offenbach stand punktlos am Tabellenende und musste früh einen Rückschlag hinnehmen: Nach neun Minuten sah Felix Klein beim Stand von 4:5 die Rote Karte. Doch anstatt einzubrechen, zeigte die Mannschaft von Trainer Christian Job Moral und Kampfgeist. Angeführt vom zehnfachen Torschützen Andreas Benz und dem starken Philipp Mohra kämpfte sich Offenbach ins Spiel und siegte am Ende.

Eine ärgerliche Hinspielniederlage

„Die Hinspielniederlage war sehr, sehr ärgerlich. Das sollte sich in eigener Halle natürlich nicht wiederholen. Wir dürfen den Gegner nicht unterschätzen. Wenn wir uns wie schon so oft in dieser Spielzeit eine längere Schwächephase erlauben, ist auch für Offenbach alles drin. Von daher wird es eine konzentrierte Leistung brauchen, um die zwei Punkte wie geplant in Dansenberg zu behalten“, betont Schulze. Bis auf Timo Holstein (umgeknickt) und Henry Hofmann (erkrankt), die beide fraglich sind, stehen sämtliche Spieler zur Verfügung. „Wir hatten eine gute Trainingswoche und füllen bei Bedarf mit Spielern aus der A-Jugend auf“, sieht Schulze seine Mannschaft gut gerüstet für das Spiel gegen den Vorletzten.

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