Handball
TuS Dansenberg: Bis zur Winterpause sollen zwei Siege her
Das Auswärtsspiel am Samstag (20 Uhr) wird für den TuS dadurch aber nicht zwingend einfacher. Der TVG hat bislang sechs Punkte gesammelt, drei Siegen stehen acht Niederlagen gegenüber. Eine davon setzte es in der Hinrunde beim TuS Dansenberg, wo die Mannschaft mit 23:34 klar den Kürzeren zog. Da die Teams, die am Ende der Saison in die Abstiegsrunde müssen, in diese nur die Punkte mitnehmen, die sie gegen die Teams ab Rang sechs abwärts errungen haben, ergeben sich aus Sicht der Dansenberger zwei mögliche Szenarien: Der TVG geht das Spiel im Schongang an, weil ihn ein Sieg beim Erreichen seiner sportlichen Ziele nüchtern betrachtet nicht weiterbringen würde. Die wahrscheinlichere Variante ist jedoch, dass Großsachsen nichts unversucht lassen wird, um sich für die deutliche Hinspielniederlage zu revanchieren und dementsprechend auftreten wird.
Corona auch in der Mannschaft Thema
Der Abstiegskandidat hat gegen die auf dem Papier deutlich stärkeren Dansenberger nichts zu verlieren. Gegen den Tabellenzweiten kann der TVG vor den anstehenden Duellen gegen die direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt daher befreit aufspielen. Der Druck liegt definitiv nicht beim Gastgeber. „Von der Kaderzusammenstellung her gehen wir in den Großteil der Spiele als Favorit, so auch am Samstag in Großsachsen. Druck ist von daher immer da. Wenn man damit nicht umgehen kann, ist man fehl am Platz“, stellt TuS-Kapitän Sebastian Bösing klar.
Corona sei in der Mannschaft natürlich ein Thema, wenn auch nicht das beherrschende. „In erster Linie sind wir froh, dass wir unserem Sport weiter nachgehen dürfen. Wir tun alles, was möglich ist, um auf der sicheren Seite zu sein“, betont der gebürtige Wormser. Gemeinsam mit Jugendnationalspieler Nils Röller bildet er bei den Westpfälzern das Kreisläufer-Duo. Der 27-Jährige hat seinen Vertrag im Dezember 2020 vorzeitig um vier Jahre verlängert und damit inmitten der sich damals ausbreitenden Pandemie ein starkes Zeichen gesetzt. Vor seinem Wechsel in die Westpfalz trug Bösing das Trikot von Zweitligist HSG Konstanz. Die Zeit am Bodensee wurde von schweren Blessuren überschattet. Zwei langwierige Schulterverletzungen zwangen ihn jeweils zu wochenlangen Pausen. Beim TuS Dansenberg fühlt sich Bösing pudelwohl. Die Ernennung zum Kapitän der Schwarz-Weißen dokumentiert seinen Stellenwert im Verein.
Wadenverletzung bremst Schwenzer aus
„Unser Ziel muss es sein, die letzten beiden Spiele bis zur Winterpause zu gewinnen, auch wenn wir uns auswärts bislang schon schwergetan haben“, stellt der in Mannheim lebende Student unmissverständlich klar. Großsachsen hat im Kampf um den Klassenerhalt seit dem Sieg im Keller-Duell gegen die TSG Haßloch wieder Lunte gerochen. Durch den 27:24-Erfolg in der Pfalz gaben die Nordbadener die Rote Laterne an die HSG Oftersheim/Schwetzingen ab und machten auf einen Schlag zwei Plätze gut. Mit 14 Toren war Maximilian Hartz beim sportlich überlebenswichtigen Sieg der mit Abstand beste Mann auf dem Platz.
„Wir nehmen die Favoritenrolle an und wollen dieser auch gerecht werden“, betont TuS-Coach Kai Christmann. Bis auf Niklas Schwenzer (Wadenverletzung) stehen alle Spieler zur Verfügung. Für ihn rückt wieder Timo Holstein aus der zweiten Mannschaft in den Kader. Ein kleines Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz von Nuno Rebelo, der noch immer an den Folgen einer Platzwunde laboriert.
So spielen sie
TuS Dansenberg: Gercar/Huber (Tor), Waldgenbach, Egelhof, Röller, Dettinger, Serwinski, Claussen, Bösing, Guden, Kiefer, Rebelo, Schwenzer, T. Holstein