handball RHEINPFALZ Plus Artikel TuS Dansenberg bestreitet Saar-Pfalz-Derby in Saarlouis

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Er soll auch im dritten Ligaspiel eine Hauptrolle spielen: Julius Rose, der Spielmacher des TuS Dansenberg. Das Bild zeigt ihn beim Sprungwurf in der Partie am vorigen Wochenende gegen den TV Germania Großsachsen.

Im Saar-Pfalz-Derby der Dritten Handball-Bundesliga kommt es am Samstag (19.30 Uhr) in der höchstwahrscheinlich ausverkauften Stadtgartenhalle zum mit Spannung erwarteten Aufeinandertreffen zwischen der gastgebenden HG Saarlouis und Staffel-Spitzenreiter TuS Dansenberg. Beide Mannschaften peilen den Aufstieg an.

Die Westpfälzer sind nach den beiden souveränen Siegen in Hochdorf und gegen den TV Germania Großsachsen eine von nur drei verlustpunktfreien Mannschaften in der Staffel F. Auch die HGS ist noch ungeschlagen, musste sich im ersten Auswärtsspiel bei der SG Pforzheim/Eutingen jedoch mit einem Remis begnügen. Dass sich der Punktgewinn wie ein Sieg anfühlte, hing mit der Dramaturgie der bis zur letzten Sekunde hartumkämpften Partie zusammen. Am Ende war es Tom Paetow, der bei eigener Unterzahl mit einer starken Einzelleistung zehn Sekunden vor dem Ende zum 23:23-Endstand traf.

Abwehrreihen dominierten

„Dieser Punkt kann am Ende sehr wichtig werden. Wir haben aber auch gelernt, dass wir konsequenter und konstanter in unseren Abläufen werden müssen“, gab HGS-Coach Philipp Kessler nach dem Herzschlagfinale zu Protokoll. In dem von den beiden Abwehrreihen dominierten Spiel, das keinen Verlierer verdient hatte, stachen auch die beiden HGS-Torhüter Patrick Schulz und Darius Jonczyk hervor, die es gemeinsam auf 19 Paraden brachten.

Mit zwei Luxemburgern

Mit den beiden luxemburgischen Nationalspielern Adel Rastoder und Tommy Wirtz verfügen die Saarländer über international erfahrene Spieler. Linksaußen Wirtz wurde vom Zweitligisten Rimpar zurückgeholt, wo er trotz guter Leistungen auf dem Parkett nicht glücklich wurde. Die Rückkehr ins Saarland erfolgte nach nur einem Jahr in der zweithöchsten Spielklasse aus rein persönlichen Gründen. „Aufgrund der andauernden Einschränkungen, die im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie stehen, konnte ich meinen sportlichen Traum mit dem dazugehörigen Empfinden nicht in vollen Zügen genießen“, bekannte der 29-Jährige.

Ein gestandener Spielmacher

Mit Lukas Hüller (25) wurde ein gestandener Spielmacher verpflichtet, der 2018 mit der Ruhr-Uni Bochum Hochschul-Europameister wurde. Nach vier Jahren im Trikot von Drittligist Schalksmühle wurde der Regisseur auf der Suche nach einer neuen Herausforderung in Saarlouis fündig. Dass die HG Saarlouis und der TuS Dansenberg beide den Aufstieg in die Zweite Bundesliga anpeilen, verleiht dem Derby einen zusätzlichen Reiz. Das im Vorfeld übliche Favoritenrollen-Ping-Pong hat schon eine gewisse Tradition. So erklärten die Saarländer den TuS Dansenberg im Vorfeld eines Vorbereitungsspiels kurz vor dem Saisonstart vorsichtshalber zum Staffel-Favoriten, so dass der 28:26-Erfolg im Nachhinein noch ein wenig heller strahlte.

Spiel auf Augenhöhe

Die Zuschauer in der wohl restlos ausverkauften Stadtgartenhalle dürfen sich auf ein Spiel auf Augenhöhe freuen, in dem die Tagesform am Ende den Ausschlag geben wird. Dansenberg hat nach zwei deutlichen Siegen in Folge allen Grund, um mit breiter Brust ins Saarland zu fahren. „Für uns ist das eine echte Standortbestimmung, danach wissen wir, wo wir stehen. Der Last-Minute-Ausgleich in Pforzheim hat ihnen mit Sicherheit Rückenwind verliehen, in Saarlouis gewinnt man nicht im Vorbeigehen. Wir brauchen am Samstag eine absolute Topleistung“, fordert Dansenbergs Trainer Kai Christmann. Gelingt es der Mannschaft um ihren wiedererstarkten Spielmacher Julius Rose an die bislang gezeigten Leistungen anzuknüpfen, ist für die Westpfälzer alles drin.

So spielen sie

TuS Dansenberg: Klier/Huber (Tor), Röller, Rose, Waldgenbach, Rebelo, Egelhof, Kiefer, Dettinger, Bösing, Serwinski, Guden, Schwenzer, Holstein

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