Handball RHEINPFALZ Plus Artikel TuS Dansenberg: Aufwärtstrend wird von Verletzungen getrübt

Zuletzt zeigte sich Gunnar Dietrichs TuS Dansenberg formverbessert. Jetzt steht ein wichtiges Auswärtsspiel auf dem Programm.
Zuletzt zeigte sich Gunnar Dietrichs TuS Dansenberg formverbessert. Jetzt steht ein wichtiges Auswärtsspiel auf dem Programm.

Handball-Drittligist TuS Dansenberg steht bei der HSG Pohlheim vor einem richtungsweisenden Spiel im Kampf um einen Platz in der oberen Tabellenhälfte. Die auf Rang zehn notierte Mannschaft von Trainer Frank Müller ist seit zwei Spielen ungeschlagen und will ihre Serie am Samstag (17.30 Uhr) ausbauen.

Trotz zahlreicher Ausfälle zeigten sich die Schwarz-Weißen zuletzt wieder deutlich formverbessert. Obgleich beim 27:27 gegen Tabellenführer TuS Ferndorf ein komfortabler Acht-Tore-Vorsprung verspielt wurde, wurde der jüngste Aufwärtstrend nach dem auch psychologisch wichtigen 30:25-Erfolg im Pfalz-Derby bei der TSG Haßloch fortgesetzt. Das Spiel in Pohlheim wird zeigen, ob der TuS den Blick in den kommenden Wochen nach hinten richten muss. Eine Niederlage beim Vorletzten ist jedenfalls keine Option, wenn das angestrebte Saisonziel – ein Platz im oberen Tabellendrittel – nicht frühzeitig außer Sichtweite geraten soll.

Die letzten drei Mannschaften der 14er-Staffel steigen direkt ab, der Tabellenelfte muss in die Relegation. Für die Teams zwischen Rang fünf und zehn ist die Saison am 1. April 2023 beendet. Die ersten beiden Mannschaften qualifizieren sich für die Aufstiegsrunde zur Zweiten Handball-Bundesliga, die Teams auf Rang drei und vier dürfen an der Pokalrunde teilnehmen.

Aufsteiger HSG Pohlheim zahlte bei seinen bisherigen Auftritten oft Lehrgeld und setzte sich nur gegen das noch sieglose Schlusslicht DJK Waldbüttelbrunn durch. Während das anschließende Keller-Duell beim NLZ Friesenheim-Hochdorf mit 24:30 in den Sand gesetzt wurde, kam die jüngste 22:28-Niederlage im Hessen-Derby bei der HSG Rodgau Nieder-Roden einem Achtungserfolg gleich. Immerhin gestaltete die HSG das Spiel beim Tabellendritten bis zum 19:21 (49.) offen. Die Chance, Dansenberg mit in den Abstiegskampf zu ziehen, will sich die Mannschaft von Trainer Andreas Lex nicht entgehen lassen.

Auch Waldgenbach fällt aus

Für die vom Verletzungspech gebeutelten Westpfälzer geht es darum, den Aufwärtstrend zu bestätigen. Dass nach wie vor zahlreiche Spieler ausfallen, ist eine große Herausforderung für Trainer Frank Müller. „Wir sind vom Verletzungspech verfolgt, die Mannschaft stellt sich quasi von alleine auf, der ein oder andere muss daher wieder durchspielen. Pohlheim ist keine Rumpeltruppe, sie haben drei ehemalige Bundesligaspieler in ihren Reihen und wurden bislang häufig unter Wert geschlagen. Wir fahren dennoch mit breiter Brust dort hin und werden versuchen, das Beste aus unseren Möglichkeiten zu machen“, betont Teammanager Alexander Schmitt. Dass sich Rückraumspieler Torben Waldgenbach bei einer unglücklichen Aktion im Training eine schwere Handverletzung zuzog, passt ins Bild einer Saison, die unter keinem guten Stern zu stehen scheint. Die jüngsten beiden Auftritte haben jedoch gezeigt, dass die Ausfälle potenzieller Leistungsträger durch mannschaftliche Geschlossenheit und eine aggressive Abwehr kompensiert werden können.

An dieser Einschätzung änderte auch der knapp verpasste Sieg gegen Zweitligaabsteiger TuS Ferndorf nichts, schließlich waren der TuS die erste Mannschaft, die dem Meisterschaftstopfavoriten einen Punkt abjagen konnte. An diese, vor allem kämpferisch starke Leistung, gilt es nun anzuknüpfen. Zwei TuS-Jugendmannschaften werden im Mannschaftsbus mit nach Hessen reisen und ihr Team lautstark unterstützen.

x