Kaiserslautern
TSG Kaiserslautern schlägt FC Queidersbach im Abstiegsduell
Im „Sechs-Punkte-Spiel“ gegen den Abstieg hat die TSG Kaiserslautern durch einen 3:2 (0:0)-Sieg beim direkten Konkurrenten FC Queidersbach wichtige Punkte geholt. Die Buchenlocher haben jetzt zwei Zähler mehr als Queidersbach.
„Die TSG war in der ersten Halbzeit besser und hat aufgrund der Torchancen den Sieg vielleicht mehr verdient als wir“, sagte Queidersbachs Trainer Andreas Bauer nach der bitteren Niederlage, die für die Gastgeber einen herben Dämpfer im Klassenkampf bedeutete. Im ersten Abschnitt merkte man beiden Mannschaften den Druck im Abstiegskampf an. Beide gingen recht verkrampft zu Werke, lange passierte so gut wie nichts. Den ersten Torabschluss hatte dann die TSG: Leo Kunz traf aus gut 20 Metern die Lattenunterkante (19.). Nur eine Minute später bediente Fabian Schliwa den schnellen Dominic Larkins. Queidersbachs Torhüter Sasa Djordjevic verkürzte aber durch schnelles Herauslaufen den Winkel. Die TSG hatte in der recht ereignisarmen ersten Hälfte mehr Ballbesitz und die besseren Chancen. Auch spieltechnisch wirkten die Buchenlocher etwas reifer als die Gastgeber. Ihrem Spiel fehlte die Präzision beim letzten Pass in die Spitze. So war von den beiden Stürmern Edward Wagner und Felix Burkhard auch deshalb in der ersten Hälfte lange nicht viel zu sehen. Mit der letzten Aktion vor der Pause wurde Queidersbach dann doch noch einmal gefährlich. Wagner hatte Fabian Blanz freigespielt, dessen Flanke nahm Burkhard direkt, schoss aber knapp vorbei.
Die Partie nimmt Fahrt auf
Nach dem Wechsel nahm die Partie gewaltig Fahrt auf. Zunächst verfehlte Tobias Brummer mit einem Seitfallzieher das TSG-Gehäuse knapp (47.). Dann gingen die Gäste in Führung. Leo Kunz versetzte Gegenspieler Philipp Schneider und schoss flach zur TSG-Führung ein (51.). In der Folge boten sich der TSG gegen sich öffnende Queidersbacher Räume zum Kontern. Die Lauterer gingen aber zunächst sehr fahrlässig mit ihren Möglichkeiten um. In der 67. Minute besorgte der eingewechselte Dominik Raczynski per Abstauber das längst überfällige 0:2. Queidersbachs guter Torwart Djordjevic hatte einen Schuss von TSG-Aktivposten Jakob Soles nicht festhalten können.
Der Queidersbacher Anschlusstreffer dann quasi aus dem Nichts. Abwehrspieler Jens Feike spritzte in eine Blanz-Flanke und traf (69.). Plötzlich hatte Queidersbach Oberwasser und drückte. Doch die TSG konterte jetzt eiskalt. Der starke Maximilian Hell bediente Leo Kunz – der traf flach zum 1:3 ins lange Eck (74.). Nach dem erneuten Anschlusstreffer, Edward Wagner hatte nach Maßflanke von Felix Burkhard direkt getroffen (76.), wurde die Partie hektisch und in der Schlussphase dramatisch.
Queidersbach setzte in Überzahl (Rot gegen Schliwa) alles auf eine Karte und berannte das Tor der TSG. Die rettete sich aber über die Ziellinie. „Wir haben viele Chancen liegenlassen. Fußballerisch und technisch waren wir besser. Wenn man die letzte Viertelstunde mal ausklammert, war es eigentlich ein klares Spiel“, so TSG-Trainer Dominic Oemcke.