Handball
Traumstart für Dansenberg
Mit dem Longericher SC Köln (4:0) und dem Leichlinger TV (2:0) sind zwei weitere Teams bislang ungeschlagen. Da die halbe Liga bereits von kurzfristigen Spielabsagen betroffen war, hat die Tabelle aber noch wenig Aussagekraft. Auch das mit Spannung erwartete Pfalz-Derby zwischen Aufsteiger SV 64 Zweibrücken und der TSG Haßloch fiel der Pandemie zum Opfer, weil sich ein Spieler der Westpfälzer im Vorfeld mit dem Coronavirus infizierte.
Zwei Wochen in Quarantäne
Noch heftiger erwischt hatte es eine Woche zuvor die HSG Bieberau/Modau. Nach der Auftaktniederlage beim Leichlinger TV wurde bekannt, dass gegnerische Spieler mit dem Coronavirus infiziert waren. Da die an der Begegnung beteiligten Spieler alle als Kontaktpersonen ersten Ranges zählen, wurden sie prophylaktisch vom Gesundheitsamt zwei Wochen unter Quarantäne gestellt.
Der TuS Dansenberg ist bislang gut durch die Runde gekommen und hat bereits die zweite Auswärtshürde gemeistert. Auch ohne die beiden verletzungsbedingt fehlenden Leistungsträger Sebastian Bösing (Sprunggelenk) und Kevin Klier (Rücken) setzten sich die favorisierten Westpfälzer in Bad Neustadt durch.
Spiel auf Augenhöhe
Die Ecker-Sieben ließ sich vom Blitzstart der „Rotmilane“ nicht aus dem Konzept bringen. Trotz verschlafener Anfangsphase (1:5/3:7) und der frühen Hinausstellung von Rückraum-Ass Robin Egelhof, der in der 21. Minute die Rote Karte sah, behielten die Schwarz-Weißen in einem hart umkämpften Spiel die Oberhand. Dansenberg war nach einem 4:0-Lauf zum 7:7 (19.) im Spiel. Die rund 190 Zuschauer in der Bürgermeister-Goebels-Halle bekamen fortan ein Spiel auf Augenhöhe zu sehen, in dem sich bis zur Mitte der zweiten Halbzeit keine der beiden Mannschaften auf mehr als zwei Tore absetzten konnte.
Großer Kampf und hitzige Aktionen
„Es war ein großer Kampf von beiden Mannschaften mit sehr hitzigen Aktionen auf beiden Seiten. Das war auch für die Schiedsrichter nicht immer ganz einfach. Mit einen bisschen Pech hätte das Spiel auch anders ausgehen können“, gab Ecker zu Protokoll. HSG-Spieler Max Drude quittierte nach einem Schlag gegen Theo Megalooikonomou die Rote Karte. Dansenberg war nun spielbestimmend und ging nach einem Treffer des eingewechselten Marco Holstein mit 20:17 (45.) in Front. „Was die Mannschaft dann gezeigt hat, war klasse, zeigt ihre Moral und lässt mich für die kommenden Spiele hoffen. Wir haben uns gegenüber der Vorwoche in allen Belangen gesteigert“, betonte HSG-Coach Frank Ihl.
Und dann kommt Nils Röller
Die Hausherren kämpften sich entschlossen zurück, legten einen 5:1-Lauf aufs Parkett und eroberten die Führung zurück (22:21/53.). Die Franken hatten ihre Rechnung aber ohne Dansenbergs Juniorennationalspieler Nils Röller gemacht, der seine starke Vorstellung mit drei Toren in Folge krönte. Am Ende standen sieben Treffer für den Kreisläufer zu Buche.
Vier Derbys
„Wir wollen in die Spitzengruppe“, stellte Ecker nach dem dritten Sieg in Folge klar. Der Spielplan hält für die Westpfälzer bis Mitte November vier Derbys bereit. Den Auftakt bildet das Heimspiel am kommenden Samstag (19.30 Uhr) gegen den SV 64 Zweibrücken. Ob die Partie nach dem eingangs erwähnten Corona-Vorfall beim Rivalen überhaupt stattfinden kann, steht noch nicht fest.
So spielten sie
TuS Dansenberg: Huber/Seitz (Tor), Röller (7), Serwinski (5/4), Rose, Kiefer (je 3), Schwenzer (3/3), Holstein, Claussen (je 2), Megalooikonomou (1), Egelhof, Dettinger, Guden