Kaiserslautern Traum in Grün erfüllt
Bereits als kleiner Junge fand er zum ersten Mal Gefallen an einem Garten: dem seiner Oma in Steinbach. Heute hat Stefan Stöger seinen eigenen Garten. Zusammen mit seinem Partner Michael Honig bewohnt er seit elf Jahren ein Anwesen an der Eselsfürth. Genauer gesagt, das ehemalige, 1920 errichtete Wohnhaus von Max Gläser, dem Erbauer der benachbarten Bauhaus-Villa.
Mit dem umliegenden Garten, einer Parkanlage von 8000 Quadratmeter, haben sich die beiden Männer einen Traum in Grün erfüllt. Hinter dem Eingangstor führt ein Holzsteg über den Eselsbach. Ins Auge fällt die weitläufige Anlage im Stil eines englischen Landschaftsgartens. Über 30 Meter hohe Bäume dienen im Sommer als Schattenspender. Fast 100 Jahre alte Linden sind Überbleibsel einer Allee. Ahorn und Birken, Buchen und Nadelbäume, Hasel und Kirschbäume haben zwischen Wegführungen auf der Grünanlage ihre angestammten Plätze. Riesige Rhododendren bringen mit Blüten in Violett, Rosa und Rot Farbe in den Park. Ruhig ist es. Vögel zwitschern. „Ein schattiges Plätzchen findet man immer“, sagt Stefan Stöger und führt zum schattigsten Flecken des Grundstücks. Auf ihm liegen sich zwei Teiche gegenüber. Gespeist vom fließenden Wasser des Eselsbachs sind die Gewässer umgeben von dichtem Baum- und Strauchbewuchs. Seerosen schmücken die Wasseroberfläche, eine Sitzecke lädt zum Innehalten ein. Es gilt Natur und Stille zu atmen. Forellen und Flussbarsche leben in den Teichen. Unterbrochen wird das Stillleben der Parkanlage durch rostige Gartenstecker. Für sich alleine oder szenisch gruppiert, erinnert die Kunst aus Metall an Szenen aus Märchen- und Tierwelten. Da grasen Rehe, schnattern Enten, hüpfen Hasen, sind Feen und Engel am Werk. An Sitzgelegenheiten mangelt es nicht. Verteilte Bänke und Tischgruppen laden zu einer Atempause ein. Ein Gartenhaus aus Glas mit Holzboden und grauem Sonnenschutz bietet in der späteren Jahreszeit noch ein warmes Plätzchen. Stefan Stöger liebt seinen Garten. Mit der Schubkarre unterwegs, hat er immer etwas zu tun. Für ihn ein Ausgleich zu seinem Geschäft, einem Copy- und Dekoshop. „Wie andere Rad fahren, arbeite ich liebend gern in meinem Garten.“ Mit den Händen in der Erde wuhlen. Das ist sein Ding. Buchsbaum in verschiedenen Formen, Amphoren mit Frühlingsblühern, Stock-, Kletter- und Beetrosen zieren die Anlage. Momentan entsteht eine Art Cottage-Garten. Parklaternen aus den 60er Jahren leuchten im Dunkeln den Weg. Nicht zu vergessen das Wohnhaus aus der guten alten Zeit, das mit seinen architektonischen Accessoires ein Kleinod der Parkanlage ist.