Kaiserslautern Trainernovizen erfüllen vorzeitig das Vereinsziel
«KNOPP/WIESBACH.» Vor allem einer herausragend guten Rückrunde ihrer Mannschaft haben die Anhänger der Spielgemeinschaft Knopp/Wiesbach zu verdanken, dass sie in der kommenden Saison einen Fußball-Bezirksligisten unterstützen dürfen. Mit zwei Punkten Vorsprung auf den Tabellenzweiten SG Waldfischbach fuhr die SG in der A-Klasse Pirmasens-Zweibrücken den Titel ein.
Aus dieser Spielklasse herauszukommen war das erklärte Ziel des Vereins. Allerdings hatte man den Aufstieg in die Bezirksliga erst für die Spielzeit 2018/19 auf dem Schirm, wie Knopps Vorstand Steffen Mayer deutlich macht. Dem in der Winterpause verpflichteten Spielertrainer-Duo Abdul Kizmaz/Boris Becker habe man eigentlich die diesjährige Rückrunde als Anlaufzeit geben wollen. „Wir wollten diesen beiden jungen Trainern nicht zu großen Druck machen“, sagt Mayer. Dass es mit Titel und Aufstieg bereits jetzt geklappt hat, bezeichnet er als „überragend.“ Es spreche für die Qualität der Spielklasse, dass die SG Knopp/Wiesbach trotz einer Top-Rückrunde am Ende nur zwei Punkte Vorsprung hatte. Und es spreche eben für die Klasse der Mannschaft, dass sie eine Konkurrenz, die eigentlich schon enteilt war, noch eingefangen und überholt habe. Zu den Top-Drei-Teams zählte die Spielgemeinschaft nämlich erstmals am 14. Spieltag, von da an wurde keine schlechtere Position mehr eingenommen. An die Tabellenspitze rückte der spätere Meister am 25. Spieltag, als er den – bis dahin – Tabellenführer SV Palatia Contwig mit 7:1 an die Wand spielte und als Spitzenreiter ablöste. Auch den zweiten Saisonauftritt gegen Contwig gestaltete Knopp/Wiesbach siegreich. Der 3:0-Erfolg auf dem Contwiger Kunstrasen am vorletzten Spieltag reichte zum Titel noch nicht, weil sich die SG Waldfischbach an dem besagten Wochenende keine Blöße gab und ihre Partie gegen den FC Fischbach mit 4:3 gewann. „Wir wünschen dem besten Verein der A-Klasse viel Glück.“ Das Schild, das zwei Damen aus der Fangemeinde der Spielgemeinschaft Knopp/Wiesbach während des letzten Saisonspiels gegen den SV Obersimten neben den Knopper Rasenplatz stellten, zeigte Wirkung. Etwas Glück brauchte der Tabellenführer schon, um gegen das Kellerkind die nötigen Punkte zum Titel einzufahren. Der 3:1-Erfolg sicherte der seit der Saison 2016/17 bestehenden Spielgemeinschaft die Meisterschaft. Für Abdul Kizmaz war die Arbeit an einer sattelfesten Deckung ein Trainingsschwerpunkt. In den 15 Spielen der Hinrunde hatte sich die SG 35 Gegentreffer eingefangen, an diesem Problem setzten Kizmaz und Becker nach ihrem Wechsel vom Oberligisten Saar 05 an, bauten die Viererkette völlig um. Mit Erfolg, in den 15 Rückrundenspielen kassierte die Truppe nur noch zwölf Tore. „Wir haben Fehler im Aufbauspiel abgestellt“, beschreibt Abdul Kizmaz eine maßgebliche Verbesserung. Kizmaz wüsste keinen Grund, warum seine Mannschaft, die er mit Becker auch künftig trainieren wird, nicht in der Bezirksliga mithalten sollte. „Dort hat man es mit Mannschaften zu tun, die mitspielen, das verschafft uns mehr Räume“, freut er sich auf attraktive Partien. Die Mannschaft bleibe weitgehend zusammen, werde um ein, zwei Leute verstärkt. „Wir wollen in der Liga eine gute Rolle spielen.“ Der Meisterkader Tor: Dieter Burkart (44 Jahre/22 Einsätze/0 Tore), Tobias Klug (28/14/0), Jan Stephan (37/5/0), Maik Hampel (29/1/0) Abwehr: Serhat Kizmaz (27/25/3), Abdul Kizmaz (26/16/2), Benjamin Mayer (35/16/5), Abdel Benyamna (35/13/0), Thorsten Martin (29/29/2), Boris Becker (27/17/1), Andreas Skodawesely (33/13/1), Steffen Martin (32/29/1) Mittelfeld und Angriff: Ralf Rabung (38/28/3), Anas Moutalib (30/29/7), Yannik Rottberg (27/22/3), Reiner Burkart (30/14/2), Bujar Beqiri (31/3/1), Philipp Schmidt (27/16/0), Christian Beck (53/2/0), Albert Beqiri (21/29/7), Marco Burkart (25/2/0), Tiago Macedo (34/24/2), Ferhat Kizmaz (28/22/6), Albert Nimako (32/1/0), Ali Boujemaa (44/3/0), Leon Stuppi (21/22/5), Sven Vogelgesang (22/30/31), Valter Almeida (29/30/16) Spielertrainer: Abdul Kizmaz (26 Jahre), Boris Becker (27).