Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Trainer der FCK-Frauen: „Wir können stolz auf uns sein“

Mit dem Kopf am Ball: Tiara Rheinshagen vom FCK ebnete mit ihrem Einsatz den 2:1-Torerfolg durch Lina Immesberger vom FCK (links
Mit dem Kopf am Ball: Tiara Rheinshagen vom FCK ebnete mit ihrem Einsatz den 2:1-Torerfolg durch Lina Immesberger vom FCK (links).

Nach der 2:3-Niederlage in der Verlängerung des Verbandspokalfinales gegen den Regionalligisten VfR Wormatia Worms sind die Landesliga-Frauen des FCK geknickt.

„Auf geht’s ihr Mäd aus Lautre, holt den Sieg für uns“, singen die Edelfans am Spielfeldrand. Sie haben sich an das Motto gehalten, dass alle in Rot kommen sollen, und geben jetzt alles, um die Fußballfrauen des FCK zum Sieg zu brüllen. Auch wenn allen klar war, dass der VfR Wormatia Worms kein leichter Gegner im Verbandspokalfinale sein wird.

Die B-Juniorinnen des SV Kottweiler-Schwanden, die zuvor auf demselben Platz beim Finaltag der Juniorinnen und Frauen auf die B-Juniorinnen der Wormser getroffen waren, hatten mit 1:4 (1:2) verloren. Für die FCK-Frauen sollte es anders ausgehen. Sie kamen mit Feuer aus der Kabine und wollten den Sieg. Sie kämpften und beeindruckten auch die Fans mit ihrer Spielweise. „Unser Männer kriegen so viel Geld und liegen nur auf dem Boden. Ich hol’ mir jetzt eine Dauerkart’ für die Fraue“, verkündet einer der Fans, als die Spielerinnen in Rot gegen die Wormserinnen anlaufen und sich auch von Fouls nicht stoppen lassen.

Lautrer geben niemals auf

Doch die Frauen in Grau bleiben gefährlich. Mehrfach rettet Lina Immesberger. In der zehnten Minute kratzt sie einen Ball von der Torlinie, 25 Minuten später entschärft sie per Kopf eine Flanke, die bedrohlich Richtung Tor fliegt. Kurz vor der Pause schießt sie selbst aufs Tor, verpasst aber den Kasten.

Nach der Pause sind es die Wormserinnen, die zuerst jubeln: Tina Ruh trifft im Nachschuss. „Lautrer geben niemals auf, sie kämpfen“, singen die Fans. Das Trainerteam steckt die Köpfe zusammen, zeichnet auf dem Taktikbord, bespricht die nächsten Wechsel. Und sieht bald darauf, wie der Ball nach einem Freistoß von Lucia Rojas vom Sechzehner von der Lattenunterkante auf die Torlinie der Wormserinnen springt. Immesberger ist da und schiebt ihn ins Netz (78). „Die Wormser sind nervös“, singen die Fans und fordern ihre FCK-Frauen auf: „Auf geht’s Lautern, kämpfen und siegen.“ Die Lauterer kämpfen. Bis sie mit Krämpfen auf dem Rasen liegen, nach Magnesium und Energieriegeln rufen, doch sie geben nicht auf. Fast wäre in der Nachspielzeit noch der Führungstreffer gefallen, doch es bleibt beim 1:1 und geht in die Verlängerung.

Feuer in den Augen

Die FCK-Frauen gehen mit Feuer in den Augen wieder aufs Feld, Immesberger erlöst sie zunächst in der zehnten Minute der Verlängerung, trifft zum 2:1. Jetzt sind die Fans nicht mehr zu bremsen. Sie bejubeln jeden Ball, jede Grätsche. Doch dann schlagen die Wormserinnen eiskalt zu: Victoria Bode überlupft die Torfrau und trifft zum 2:2. (108.), und plötzlich sind die Fans der Wormatia zu hören, feuern ihr Team an und beschimpfen den FCK. Kurz darauf trifft Mia Louise Weidenhausen zum 3:2-Sieg für Worms. Doch die FCK-Fans geben sich noch nicht geschlagen, und auch der Trainer glaubt noch an den Sieg. „Hopp, da geht noch was!“, ruft er seinen Spielerinnen zu. Doch als die Schiedsrichterin endgültig abpfeift, fällt auch er in sich zusammen.

„Wenn man in die Gesichter kuckt, sieht man die große Enttäuschung, obwohl wir wissen, dass wir gegen eine spielstarke Mannschaft gespielt haben“, sagt Hartmann, der zugibt, dass das jetzt „super weh“ tut. Er will sein Team wieder aufbauen, das stolz auf sich sein könne. Wegen der überragenden Runde, der vorzeitigen Meisterschaft in der Landesliga, dem Gewinn des Westpfalz-Nahe-Pokals und auch wegen des Spiels, „das war ein Highlight mit super Stimmung“ und 583 Zuschauern. Und eins kündigt er schon jetzt an: „Wir werden in der nächsten Runde wieder angreifen.“

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