stadtleben Thorsten Requadt räumt Azubis Steine aus dem Weg zur Ausbildung
Anlass für die Kammer, auch den Auszubildenden den Weg zu ebnen, bei denen nicht alles nach Plan läuft. Gründe für Konflikte in der Ausbildung seien vielseitig, verweist Requadt auf schlechte Noten in der Berufsschule, Unzuverlässigkeit und Verspätungen, aber auch unzureichende Betreuung durch den Betrieb.
Nicht immer könnten Probleme zwischen Betrieb und Auszubildendem gelöst werden. „Hier setzen die Ausbildungsbetreuerinnen der Handwerkskammer ein.“ Ihr Einsatz trage dazu bei, das Ausbildungsverhältnis langfristig zu stabilisieren, den Ausbildungserfolg und den Nachwuchs an Fachkräften zu sichern. „Unter 96 Beratungsfällen im Jahr 2021, gab es neun Ausbildungsabbrüche, 87 konnten vermieden werden“, spricht Requadt von einem sehr erfolgreichen Projekt. Oft seien es persönliche, aber auch fachliche Gründe, wenn ein Azubi nicht die nötige Reife mitbringe. Ausbildungsbetreuerinnen der Handwerkskammer fungierten bei ihrer Arbeit nicht selten als Konflikt- und Krisenmanagerin oder als Mediatorin. Im Kammerbereich gibt es zurzeit zirka 6000 Ausbildungsverhältnisse. Die meisten Azubis bringen eine Berufsreife oder die Mittlere Reife mit.
Wenn eine Vermittlung zwischen Ausbildungsbetrieb und Azubi nicht möglich ist, sei man dem Jugendlichen bei der Suche einer neuen Ausbildung behilflich. Die Unterstützungsleistung ist für Mitgliedsbetriebe und deren Auszubildende kostenlos, verweist Requadt auf eine Förderung des Projekts aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds. Ansprechpartner bei der Handwerkskammer der Pfalz ist Frank Bixler, Telefon 0631 3677-227.