Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel Thomas Wansch will für die SPD zum vierten Mal in den Landtag

Der Sozialdemokrat Thomas Wansch möchte sich auch in einer vierten Amtszeit für die Region einbringen.
Der Sozialdemokrat Thomas Wansch möchte sich auch in einer vierten Amtszeit für die Region einbringen.

Vor der Wahl: Es ist ein spezieller Wahlkreis, den Thomas Wansch in Mainz vertritt. Ein Teil der Wähler lebt in Kaiserslautern, der andere im Landkreis. Damit gehen durchaus unterschiedliche Sorgen und Nöte einher, weiß der 60-Jährige. Um auch nach fast 15 Jahren im Landtag den Kontakt zur Basis nicht zu verlieren, hat er seine eigenen Rezepte.

Der Zuschnitt dieses Wahlkreises passt zum Lebensweg von Thomas Wansch: 33 Jahre hat er in Kaiserslautern gelebt, 1993 ist er nach Sembach gezogen, wo er sich sehr wohl fühlt, erzählt der Sozialdemokrat bei einem Spaziergang am Rande der Gemeinde. Bereits drei Legislaturperioden sitzt der 60-Jährige im Landtag. Und das obwohl er politisch ein Späteinsteiger ist. Erst mit 38 Jahren trat er in die SPD ein, seit 2004 ist er Mitglied im Sembacher Gemeinderat. „Das ist wichtig, um nicht den Kontakt zur Basis zu verlieren“, sagt Wansch, der auch dem Kreistag und dem Verbandsgemeinderat Enkenbach-Alsenborn angehört. So kann er Politik auf verschiedenen Ebenen mitgestalten, weiß, was Entscheidungen aus Mainz für die Menschen vor Ort bedeuten.

Türen für Projekte wie Gewerbepark öffnen

Ein Beispiel dafür ist der Gewerbepark, der auf dem ehemaligen Flugplatz in Sembach entstanden ist. Als Landtagsabgeordneter könne er bei solchen Projekten Türen öffnen, um Unterstützung in Ministerien werben, sagt Wansch, der seit acht Jahren dem Haushalts- und Finanzausschuss des Landes vorsitzt. Zahlen sind das Metier des Diplom-Verwaltungswirtes, sowohl im Beruf als auch im Ehrenamt. Ehe er in den Landtag einzog, war er Kämmerer im Kreis Bad Dürkheim, hatte die Büroleitung inne. 2004 zog es ihn in die Kreisverwaltung Kaiserslautern, von dort nach Mainz.

Im Landessportbund war der Sembacher zehn Jahre lang Vizepräsident und Schatzmeister. Seit 2003 ist er Vorsitzender des TPSV Enkenbach. Als aktiver Sportler hat er angefangen, es folgten Übungsleiterlizenzen, die Jugendarbeit im Verein und als Vorsitzender der Pfälzer Turnerjugend. Die Weggefährten aus Jugendzeiten sind teils mit ihm in die Vereinsspitze hineingewachsen. Ein anstrengendes Ehrenamt, das großen Spaß mache, weil man mit vielen Menschen in Kontakt komme. „Das macht man nicht alleine, das geht nur als Team“, sagt Wansch.

Arbeitsplätze sind wichtiges Thema

Was für die Vereinsarbeit gilt, zählt auch in der Politik: Gemeinsam mit Kollegen aus der Region, sowohl auf Bundes- als auch auf Landesebene, habe er sich dafür eingesetzt, dass die Batteriefertigung von Opel nach Kaiserslautern kommt. Arbeitsplätze sind für ihn ein wichtiges Thema, das die Bürger in Stadt und Kreis gleichermaßen betreffe. Als Politiker könne man zwar keine unternehmerischen Entscheidungen treffen, aber Rahmenbedingungen schaffen. Etwa wenn es darum gehe, Fördermittel für die Infrastruktur zur Verfügung zu stellen. Kontakte und Netzwerke seien dabei hilfreich, sagt Wansch, der verheiratet ist und einen erwachsenen Sohn hat. So wichtig es ist, neue Arbeitsplätze zu schaffen, so bedeutsam sei es, die bestehenden zu erhalten und in einer sich wandelnden Arbeitswelt Transformationsprozesse zu begleiten.

Wandeln werden sich auch die Mobilität und die Energieversorgung. Da sieht Wansch Kaiserslautern als Wissenschaftsstandort bestens aufgestellt, ganz gleich ob es um neue Antriebskonzepte mit Wasserstoff oder den vernetzten Personennahverkehr geht. Hier brauche es interkommunale Projekte, Radwegenetze und eine Ladeinfrastruktur für E-Mobilität. Beim Ziel, das Land bis 2040 klimaneutral zu machen, sei man auf einem guten Weg. Man erreiche es aber nicht mit der einen Technologie. In bestimmten Bereichen müsse man die Windenergie ausbauen. Im Pfälzerwald „halte ich das für bedenklich“, sagt der Sembacher. Fotovoltaik, neue Heiztechniken oder die energetische Sanierung von Gebäuden seien Maßnahmen, die einerseits dem Klima nützen und andererseits Aufträge für Handwerksbetriebe vor Ort bedeuten.

Wahlkreis 45

Wahlkreis 45 umfasst die Kaiserslauterer Ortsbezirke Dansenberg, Einsiedlerhof, Erfenbach, Erlenbach, Mölschbach, Morlautern und Siegelbach, die ehemaligen Ortsbezirke Betzenberg und Lämmchesberg/Universitätswohnstadt sowie die Verbandsgemeinden Enkenbach-Alsenborn und Otterbach-Otterberg.

Bitte ergänzen Sie!

Das letzte Konzert, das ich besucht habe, ...

... ist lange her. Das war in Enkenbach beim Gesangverein.

Zu einem typischen Sonntag gehört für mich ...

... rausgehen in die Natur, wenn es möglich ist.

Dass Fastnacht in diesem Jahr ausgefallen ist, ...

... bedauere ich sehr, weil wir beim TPSV Enkenbach eine ganz lange Fastnachtstradition haben.

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