Kaiserslautern
Tänzerin Carla González ist neu am Pfalztheater
Sie empfinde den Ort als eine „eher gemütliche Stadt mit wenig Hektik, dafür mit viel Kultur“ und eben nicht zuletzt gesegnet mit viel Wald und der guten Luft dort. Da liegt der Vergleich nahe mit ihrer südspanischen Heimatstadt, die gut siebenmal mehr Einwohner hat als Kaiserslautern und in einer weiten, ziemlich waldlosen Ebene liegt.
In Sachen Kultur indes hat Sevilla - unter Musikkennern ja ohnehin ein klangvoller Name - gerade im Bereich Tanz einiges zu bieten. Schließlich liegt in der andalusischen Hauptstadt die Wiege des Flamenco.
Hier startete denn auch die fundierte tänzerische Ausbildung der „Sevillana“ Carla González: mit einer zehnjährigen Konservatoriums-Ausbildung, gefolgt von einem zweijährigen Studium im bekannten „Centro Andaluz de Danza“ im selben Ort. Die beiden vergangenen Jahre verbrachte sie schließlich in Madrid am renommierten „Conservatorio Superior de Danza María de Ávila“.
Debüt Ende des Monats
Carla González hat nicht nur Tanz studiert, sondern bisher auch schon zwei Jahre Psychologie. Die auf den ersten Blick ungewöhnliche Kombination macht Sinn: Konzentration, Kreativität und die Beziehung zu einem Publikum sind unter anderem Elemente, die Gemeinsamkeiten zwischen den beiden unterschiedlichen Disziplinen darstellen können.
Nun ist sie - nach bereits einiger Bühnenerfahrung - also erstmals in Deutschland und am Pfalztheater auch zum ersten Mal in einer Festanstellung. Hier fühlt sie sich in der „netten, familiären Atmosphäre“ mit einem hilfsbereiten Kollegium sehr wohl.
„Ich bin sehr froh, hier zu sein“, fasst Carla González im Gespräch mit der RHEINPFALZ zusammen, das übrigens in englischer Sprache stattfindet.
Erstmals auf der Bühne eingesetzt wird Carla González ab dem 29. Oktober in „Tanz.5: What’s next?“, einem Tanzabend von Huy Tien Tran.