fussball RHEINPFALZ Plus Artikel SV Steinwenden kassiert bittere Niederlage im Kerwespiel

 Elias Schulze verwandelt hier sicher einen Foulelfmeter und bringt den SV Steinwenden mit 1:0 in Führung.
Elias Schulze verwandelt hier sicher einen Foulelfmeter und bringt den SV Steinwenden mit 1:0 in Führung.

Der SV Steinwenden verlor sein Kerwespiel vor einer beeindruckenden Kulisse von 460 Zuschauern gegen den SC Idar-Oberstein mit 2:4. Trotz vieler Ausfälle im Kader hielt der SVS lange mit, musste aber erneut kurz vor Ende des Spiels entscheidende Gegentreffer hinnehmen.

Schon vor dem Spiel gab es den ersten Rückschlag, da SVS-Trainer Daniel Meisenheimer ausgerechnet im Kerwespiel gegen den Topfavoriten aus der Edelstein-Metropole auf fünf Leistungsträger verzichten musste. Dennoch legte sein Team fulminant los. Aaron Groß erkämpfte sich direkt nach dem Anpfiff den Ball und versuchte aus 40 Metern den Torhüter zu überlisten, doch sein Schuss verfehlte das Tor.

Idar spielte sich nach dieser Unkonzentriertheit immer mehr in die Partie, konnte jedoch Jonas Heinz in der 28. Minute nur durch ein Foul im Strafraum stoppen. Elias Schulze verwandelte den fälligen Strafstoß sicher zur 1:0-Führung. Im direkten Gegenzug gab es einen ebenfalls berechtigten Strafstoß für Idar, den Marius Gedratis zum 1:1 verwertete. In der zweiten Hälfte erspielte sich Idar- Oberstein zunächst ein optisches Übergewicht, benötigte aber eine spektakuläre Einzelaktion von Xavier do Nascimento, um in der 59. Minute in Führung zu gehen. Der SCI erspielte sich nun einige Chancen. So traf in der 70. Minute der SCI-Torjäger Florian Zimmer nach einer scharfen Flanke den Ball aus kurzer Distanz nicht optimal, und SVS-Torhüter Benjamin Klein konnte mit einem Reflex parieren.

Starker Auftritt

Dann folgte der starke Auftritt von Alex Velikov: Er spielte sich auf der rechten Seite durch die ganze Idar-Abwehr, passte präzise zu David Höft, der den Ball aus kurzer Distanz in der 71. Minute zum 2:2 über die Linie drückte. Idar blieb indes weiter am Drücker. Das ersatzgeschwächte Team von Trainer Meisenheimer zeigte aber gegen den Favoriten eine starke kämpferische Leistung und schien den Punkt über die Zeit zu bringen. Doch dann wechselte SCI-Trainer Andy Baumgartner seinen Co-Trainer und Routinier Christian Henn ein. „Meine Aufgabe war es, noch etwas Unruhe zu stiften und es einfach noch mal zu versuchen, für ein Tor zu sorgen,“ schildert Henn, der nur 15 Minuten von Steinwenden entfernt wohnt, seinen Auftrag. Den setzte er konsequent um: Er traf mit einem fulminanten Distanzschuss in der 90. Minute in den Winkel und den SVS damit mitten ins Herz.

„Obwohl wir vorher teilweise auch Glück hatten, war es extrem bitter, das dritte Spiel in Folge so brutal zu verlieren,“ war Meisenheimer geschockt vom Ende des Spiels. Dass Da Nascimento in der dritten Nachspielminute mit seinem zweiten Treffer sogar noch auf 4:2 für die Gäste erhöhte, spielte da bereits keine große Rolle mehr. „Wir lagen 0:1 zurück, kassieren das 2:2, und trotzdem haben wir uns den Sieg heute verdient erkämpft und waren am Schluss auch die bessere Mannschaft. Es war aber auch eine grandiose kämpferische Leistung von Steinwenden, das sich trotz des Ergebnisses nicht verstecken muss,“ kommentierte SCI-Trainer Baumgartner das Spiel.

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