Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel SV Morlautern verpasst gegen Arminia Ludwigshafen den Befreiungsschlag

Tim Ratkowski vom SV Morlautern (rechts) entkommt hier einmal dem Ludwigshafener Bastian Hommrich.
Tim Ratkowski vom SV Morlautern (rechts) entkommt hier einmal dem Ludwigshafener Bastian Hommrich.

Der erste Oberligaauftritt des SV Morlautern nach der Winterpause ist misslungen. Gegen Arminia Ludwigshafen setzte es eine bittere Heimniederlage.

Würden die Morlauterer mit einem Sieg gegen Arminia Ludwigshafen neuen Mut im Abstiegskampf schöpfen können, fragten sich viele ihrer Anhänger und hofften auf einen Befreiungsschlag. Aber der gelang nicht. Vielmehr erlitt der Tabellenvorletzte eine schmerzhafte Niederlage, die 15. in der 21. Oberligapartie. Allein schon diese Zahlen unterstreichen den Ernst der Lage. Dieses 0:4 gegen eine Arminia, gegen die man sich schon eine Siegchance ausgerechnet hatte, tat richtig weh. Daniel Graf fand kurz nach dem Spiel, dass das Ergebnis nicht das tatsächliche Spielgeschehen widerspiegele. „Es war sehr ernüchternd“, sagte er und fügte noch hinzu, dass die Niederlage zu hoch ausgefallen sei.

Mit haarsträubenden Ballverlusten und Abwehrfehlern hatte sich die Graf-Truppe in dieser Runde oftmals schon das Leben selbst schwer gemacht. „Besser verteidigen“, forderte Graf deshalb von seiner Mannschaft. Eine Antwort, ob sich hinsichtlich dieser Schwächen in der Vorbereitung etwas zum Besseren verändert habe, sollte das Spiel gegen die Arminen geben. In der Anfangsphase verlief der Defensivauftritt auch recht vielversprechend. Die Mannschaft bemühte sich, durch konzentriertes Verteidigen und klar gespielte Bälle ihrem Spiel Sicherheit zu geben. Bis zur 20. Minute gelang dies auch. Aber dann hatte Steffen Straub nach einem langen Ball auf die linke Außenbahn allen Raum der Welt. Unbedrängt stürmte er in den Sechzehner der Morlauterer und schoss den Ball flach ins lange Eck – und so stand es 0:1. Dass am Anfang dieses Spielzugs ein Einwurf seines Teams gestanden habe, merkte Coach Graf lakonisch in seiner Spielanalyse an.

Traumtor zum 2:0

Beim zweiten Gegentreffer (50.) gab’s nichts zu kritisieren. Nico Pantanos „Sonntagsschuss“ aus weit über 20 Metern in den Winkel war einfach zu schön. „Dass ich einen guten linken Fuß habe, ist ja bekannt, aber dass ich den Ball so erwische, das war schon Glück“, bemerkte der Kapitän der Gäste zu seinem Traumtor. Das 0:3 und 0:4 kassierten die Morlauterer nach Standardsituationen. Nach einem Eckball kam Wal Fall per Kopf zur Sache (63.), danach verwandelte Pantano einen Foulelfmeter (77.).

Und wie lief es in Sachen Offensive beim SVM? Hier ruhten die Hoffnungen vor allem auf Marc Knapp. In der vergangenen Saison war der Stürmer, der aus der B-Klasse kam, wie ein Komet beim SVM eingeschlagen. Doch in der aktuellen Runde wollen ihm Treffer einfach nicht gelingen. Florian Bicking und Felix Bürger versuchten den Angreifer zwar mit Flanken in Szene zu setzen. Aber er traf nicht. Kurz vor Ende des Spiels vermasselte er eine Riesenchance, als er wenige Meter vor dem Tor zum Schuss kam, aber am starken gegnerischen Schlussmann Kevin Urban scheiterte. Auch als Tim Ratkowski ihn mit einem Heber überlisten wollte, brachte Urban noch die Finger an den Ball und lenkte ihn über die Latte (70.).

Strittige Szene

Für Aufregung sorgte in der 52. Minute eine Aktion im Strafraum der Arminia. Der Morlauterer Stürmer Bobby Edet war durch den Keeper zu Fall gekommen. Doch der nicht weit entfernt stehende Schiedsrichter ließ weiterspielen und löste damit Unmut bei den SVM-Fans aus. Auch bei Graf stieß das auf Unverständnis. „Er hätte Elfmeter pfeifen müssen“, sagte der Coach und wies darauf hin, dass dadurch sein Team kurz nach dem 0:2 um die Chance gebracht worden sei, den Anschlusstreffer zu erzielen.

Seiner Mannschaft bescheinigte Graf, dass sie in diesem Spiel „alles rausgehauen“ habe und dass sie, wenn sie weiterhin so engagiert spiele, sich „irgendwann belohnen wird“. Auch nach diesem misslungenen Auftakt wollen die Morlauterer den Kopf nicht hängen lassen. Ihr Kapitän Philipp Schwarz richtete den Blick nach vorn und gab folgende Losung aus: „Wir müssen jetzt als Mannschaft zusammenstehen.“

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