Kaiserslautern Strandflair und Akrobatik
Headis ausprobieren oder lieber Beach-Tennis? Torwandschießen trainieren oder doch lieber an den Grill oder die Cocktail-Bar? Das vierte Sommerfest beim Sportbund Pfalz am Freitagabend auf dem Sportgelände in der Paul-Ehrlich-Straße ließ keine Wünsche offen. Über 300 Besucher feierten bei Live-Musik, Showeinlagen und Hochsommerwetter.
Liegestühle, Sitzsäcke und mannshohe fantastische Blumen in allen Farben, sogar ein kleines Planschbecken umgeben von Palmen ließen Urlaubsstimmung aufkommen. Die Band „Resound“ sorgte daneben musikalisch für Sommeratmosphäre. Das große Beach-Tennisfeld als Strandkulisse nahmen die Gäste sofort in Beschlag. „Balla balla“ – so hieß das Motto in diesem Jahr in Anlehnung an die Fußball-Weltmeisterschaft und die ballorientierten Sparten im Sportbund. Rund um den Ball drehten sich auch die Mitmach-Angebote Torwandschießen, „Headis“ und – zum ersten Mal – Beach-Tennis auf dem Sandplatz. Beim Grill vom TuS Dansenberg oder an der Flammkuchenhütte war für leckere Bewirtung gesorgt. Elke Rottmüller, frisch gebackene Präsidentin, eröffnete das Sommerfest mit ihrer Begrüßung und gab den Startschuss für die erste Show-Einlage. Die Rope-Skippers vom TV Waldmohr, die jüngste von ihnen fünf Jahre alt, ließen die Springseile sausen und begeisterten die Besucher mit ihrer Choreographie. Beim Torwandschießen des Südwest-Fußballverbandes, dem sogenannten „Soccer Cage“, standen Anwärter aller Altersklassen Schlange: von kniehohen Knirpsen bis zu reiferen Semestern. Auch Ulla, so der Name auf ihrem Trikot, versuchte sich an der Torwand, von der überlebensgroß Sepp Herberger grüßte. „Es ist immer super hier – vor allem die Ideen“, bestätigte die Beauftragte für das Sportabzeichen, Ulla Walther-Thiedig aus Ludwigshafen, die jahrelang Leichtathletik betrieben hat. „Beachtennis ist ein Riesenspaß“, sagte Thomas Knieriemen, Geschäftsführer des Tennisverbandes Pfalz, der das Sommerfest zusammen mit dem Sportbund ausgerichtet hat. „Wir haben das heute Mittag schon ausprobiert. Man kann sich richtig in den Sand schmeißen, keine Verletzungsgefahr“, befand Knieriemen begeistert, der dafür extra 20 neue Schläger bestellt hat. „Wir bieten das heute zum ersten Mal an.“ Das Show-Team „NoLimit“ vom Sportverein Börrstadt erntete um 19 Uhr begeisterten Applaus beim Publikum. Im Flitterröckchen wie auch im Lederdress des Mittelalters zeigte die Gruppe um Sabrina Hartmann dreistufige Pyramiden, Hebefiguren, Kopfstand und Spagat. Auch an der „Headis“-Platte standen die Interessenten Schlange, um sich an der Ballsportart zu üben, die zu zweit mit dem Kopf auf einer Tischtennisplatte betrieben wird. Günter Sorger hatte es schon versucht: „Zwei, drei Bälle und man kommt sofort ins Schwitzen.“ Und Marcus Reeg vom Headis-Weltverband mit Sitz in Kaiserslautern wusste: „Wenn eine Sportart gleich in den ersten fünf Minuten funktioniert, ist das viel wert.“ Prominenter Gast bei Moderator Norbert Thul war Peter Trump, ehemaliger deutscher Hockeyspieler und Olympiasieger von 1972. „Mit dem Hockeyschläger um die Welt“, sein neues Buch, hatte er zum Signieren mitgebracht. Um 20 Uhr war es Zeit für den „Trial“-Europameister 2016 Timmy Hippel. Mit seiner 250 Kubikmeter-Beta-Maschine, komplett individuell überarbeitet, zeigte der Sportsoldat rasante Sprünge, Pirouetten und Schlenker, wie auch Balanceakte im Stand. Nicht nur auf der Rampe aus Paletten, sondern auch über drei junge Männer auf dem Asphalt riskierte Hippel gewagte Sprünge. Als „Freiwilliger“ musste dann Martin Schwarzweller, Geschäftsführer beim Sportbund, auf den Asphalt. Den knöpfte sich der Europameister mit extra riskanten Manövern vor, während sich Schwarzweller vor lauter – gut gespielter - Angst die Hände vor die Augen hielt. Mit begeistertem Applaus belohnte das Publikum die beeindruckende Show. „Mit dem Sommerfest wollen wir alle unsere Vereine und Mitglieder willkommen heißen“, sagte Pierre Antonj vom Sportbund, der zusammen mit Finja Coerdt das Sommerfest organisiert hatte. Rottmüller lobte die gute Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Kaiserslautern. „Wir legen die Termine für die Sommerfeste immer zusammen. Damit können wir uns den Aufbau teilen“, so Rottmüller.