Kaiserslautern Starke Krokodile werden nicht belohnt

Eine über weite Phasen engagierte Vorstellung der Wasserballer des Kaiserslauterer Schwimmsportklubs hat nicht für einen Erfolg im letzten Saisonspiel in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar gereicht. Beim 10:11 (1:4/2:2/5:2/2:3) gegen den WSV Ludwigshafen II brachten ein verschlafener Beginn und eine unkonzentrierte Schlussphase die Krokodile um einen möglichen Punktgewinn.
Die volle Ersatzbank des KSK am vergangenen Sonntag sollte eine Eintagsfliege bleiben: Beim letzten Pflichtspiel der Saison bestand Phil Lanes Team wieder nur aus zehn Akteuren – unter anderem fiel Goalgetter Dirk Feddeck kurzfristig krankheitsbedingt aus. Die komplett besetzten Gastgeber kamen besser in die Partie. Johannes Bröhls zwischenzeitliches 1:2 blieb der einzige Treffer für die Krokodile im Startviertel, während Ludwigshafen bis zur ersten Pause vier Tore erzielte und den Vorsprung bis in die elfte Minute auf 5:1 ausbaute. Da die Lauterer vor der Halbzeitpause aber immerhin noch zwei von drei Hinausstellungen gegen den WSV nutzen konnten (Frederik Ramthun und Stefan Raspudic), waren sie beim Seitenwechsel wieder auf drei Treffer an den Vizemeister herangekommen (3:6). Bis dahin hatten die Hausherren kaum etwas von ihrer optischen Überlegenheit eingebüßt, allerdings standen die Krokodile mittlerweile in der Abwehr sicherer als zu Beginn. Im dritten Abschnitt funktionierte es dann auch in der Vorwärtsbewegung besser beim KSK. Zwar musste er zunächst das 3:7 hinnehmen, danach spielten aber nur noch die Lauterer. Ein Hattrick von Stefan Raspudic, dazu ein Treffer von Stefan Stranz und ein verwandeltes Überzahlspiel von Melanie Keller brachten fünf Tore in Folge für die Krokodile und die erstmalige Führung. Zum Ärger der Krokodile mussten sie, als beim 8:7 nur noch zwei Sekunden auf der Uhr standen, noch vor der letzten Pause den Ausgleich durch einen fulminanten Distanzwurf aus über 15 Metern in den Winkel hinnehmen. Im Schlussviertel führte der KSK zunächst seinen starken Auftritt fort und ging durch Youngster Jens Feddeck mit 9:8 in Führung. Doch dann nutzte Ludwigshafen eine Schwächephase der Lauterer und traf dreimal in Folge. Der Anschlusstreffer zum 10:11 durch Jens Feddeck fiel erst 18 Sekunden vor dem Abpfiff und kam zu spät. Da das Ergebnis keinerlei Einfluss mehr auf die Platzierungen in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar hatte, beendet der KSK die Saison 2016/17 wie im Vorjahr auf Platz fünf und liegt mit 11:13 Punkten weit vor dem Sechsten (Ludwigshafen III/3:21). Mit 15:9 und 14:10 Zählern folgen SSV Trier und SV Friedrichsthal, gegen die die Lauterer alleine in der Sommerrunde drei Partien mit nur je einem Tor Unterschied verloren haben. Bevor es in die trotzdem wohlverdiente Sommerpause geht, steht am Samstag die zweite internationale „Waterpolo Challenge“ in Düdelingen/Luxemburg auf dem Programm. So spielten sie Kaiserslauterer SK: Frank Dick (Tor), Ulf Feddeck, Stefan Raspudic (4 Treffer), Melanie Keller (1), Bernd Feddeck, Johannes Bröhl (1), Jens Feddeck (2), Stefan Stranz (1), Anita Raspudic, Frederik Ramthun (1).