Kaiserslautern STADTLEBEN: Wichtig ist die Pflege
Denkt sie an die Weidenkirche auf dem Kaiserberg der Gartenschau, gerät sie ins Schwärmen. „Richtig gut sieht sie aus. Ihr Zustand ist ausgezeichnet“, so Iris Abraham-Röwer, seit 2017 Vorsitzende der Freunde der Weidenkirche. Wie lebendig das Naturbauwerk sei, könne man jetzt bei einem Besuch der Weidenkirche erleben. Jetzt sei die Zeit, in der die Weidentriebe ausschlagen und dem Bauwerk ein junges und frisches Aussehen geben. Der Zustand der Weidenkirche komme nicht von ungefähr, verweist sie auf den Freundeskreis und Ralf Henze und Jo Breuer, die ein Auge und ein Händchen für sie haben. Jo Breuer, von Anfang an dabei, sei ein guter Berater, wenn es um die Pflege der Weidenkirche geht. Pflegearbeiten müssten im Herbst und im Frühjahr durchgeführt werden. Weidenruten müssten im Herbst eingebunden und nachwachsende im Frühjahr geschnitten werden. Wenn die Weidenkirche am Sonntag, dem Muttertag, ihren 14. Geburtstag feiert, gehört ein Gottesdienst traditionell dazu. Dieses Jahr wird Kirchenrat Wolfgang Schumacher die Feier um 11 Uhr halten. Der Gospel Wave Chor aus Kaiserslautern die passende musikalische Gestaltung übernehmen. Für 15 Uhr hat sich eine Parforcehorn-Bläsergruppe angesagt. Traditionell lädt Jo Breuer am Geburtstag der Weidenkirche zu Führungen durch das Bauwerk ein. Nach wie vor sei die Weidenkirche ein Anziehungspunkt auf der Gartenschau, berichtet Iris Abraham-Röwer. Neben Gottesdiensten finden auch Taufen in der Weidenkirche statt. Als Prädikantin der Evangelischen Landeskirche hat Iris Abraham-Röwer dort selbst schon eine Taufe geleitet. Eigens für Taufen wurde 2017 ein Taufbecken aus grünem Sandstein neben dem Altar errichtet. Thomas Zinßmeister, damaliger Geschäftsführer der Gartenschau, habe 2003 die Idee einer Weidenkirche von der Internationalen Gartenbauausstellung in Rostock mit nach Kaiserslautern gebracht, erinnert sie an die Anfänge. „Am 8. April 2004 wurde die Weidenkirche fertiggestellt, am 9. Mai 2004, einem Muttertag, in Betrieb genommen.“ Bis heute sei sie etwas Besonderes, ist Iris Abraham-Röwer von der Baukunst begeistert.