Kaiserslautern Stadtleben: Treff für Zeitzeugen
Der Bännjerrück gehört zu den begehrten Wohnlagen in Kaiserslautern. 50 Jahre ist es her, dass die ersten Gebäude des letzten Bauabschnitts auf der Höhe des Bännjerrücks bezugsfertig waren. Für den Bürgerverein Bännjerrück/Karl-Pfaff-Siedlung Anlass nachzufragen: Wie war das damals? Von den Bewohnern der ersten Stunde seien schon lange nicht mehr alle am Leben, so Vorstandsmitglied Irmgard Kompa. So sei die Idee zu einem Zeitzeugentreff entstanden. „Von den Pionieren möchten wir wissen, wie sie die Zeit und die Situation damals auf dem Bännjerrück erlebt haben“, erhofft sich die 78-Jährige, die mit Ehemann Reinhard seit 1970 in der Leipziger Straße zu Hause ist, ein reges Interesse am Zeitzeugentreff. Sie schätzt das Wohnviertel im Westen der Stadt, auch wenn sich zwischenzeitlich viel verändert habe. Dort, wo früher die katholische Pfarrkirche Heilig Kreuz gestanden habe, stehe jetzt das Alten- und Pflegeheim St. Hedwig. Gerne erinnert sie sich an den Starfriseur „Rössel“, der viele Jahre in der Ladenpassage neben der Versöhnungskirche sein Handwerk ausgeübt hat. „Er wird vieles zu berichten haben“, hofft sie auf sein Erscheinen. Freuen wird sich der Bürgerverein über jeden, der am Donnerstag, 5. November, 18 Uhr, den Weg ins Stadtteilbüro, Leipziger Straße 152, neben dem Wasgau-Markt, finden wird. Auch im Alter ist Irmgard Kompa nichts zu viel. Seit sich der Bürgerverein 2009 aus dem EU-Projekt „Cities in Balance“ heraus entwickelt hat, steht sie ihre Frau, wenn es darum geht, den Bännjerrück mit Leben zu erfüllen. Bringt sich bei der Herausgabe des viermal jährlich erscheinenden Bännjerrück-Boten mit ein und ist initiativ bei der Ausgestaltung von Bildungsangeboten des Bürgervereins im Wohnviertel. Seit fast 20 Jahren verstärkt sie außerdem den Chor 2000. „Singen tut gut“, findet Irmgard Kompa und freut sich bereits auf das Konzert, das der Chor am 3. Adventssonntag in der Kirche St. Theresia im Uniwohngebiet gibt. (jsw)