Kaiserslautern stadtleben: Licht in ganz Europa verbreiten
Vor 50 Jahren ist Peter Krietemeyer über einen Freund zu den Pfadfindern vom Stamm Goten in Kaiserslautern gekommen – und blieb bei ihnen. Inzwischen ist er Ringbeauftragter des Bundes der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (BdP) und vertritt die Interessen des Verbandes im Ring deutscher Pfadfinderverbände (RdP), einem übergeordneten Zusammenschluss. Besonders in der heutigen Zeit, in der die Digitalisierung zunehmend Einfluss auf das Leben jedes Einzelnen nimmt, ist laut Krietemeyer eine Gemeinschaft außerhalb der „Netzwelt“ umso wichtiger. Kinder und Jugendliche sollen lernen, wie ein Zelt aufgebaut wird oder wie sie das Fundament eines Lagerfeuers so anlegen, dass die Flammen später genügend Wärme spenden. „Was gibt es Schöneres, als in seiner Jugend mit Freunden durch die Wälder zu streifen und Abenteuer zu erleben“, schwärmt der 60-Jährige. Dennoch sehen sich die Pfadfinder nicht nur gegenüber ihren Mitgliedern verpflichtet: Am dritten Advent will Krietemeyer sowohl mit Pfadfindern des eigenen Verbandes als auch drei weiterer Verbänden das Friedenslicht in Kaiserslautern verteilen. Bei der Aktion wird eine Kerze an einer ständig brennenden Fackel in der Geburtsgrotte Christi in Bethlehem angezündet. Anschließend wird diese nach Österreich gebracht. Von Wien aus sollen Pfadfinder das Licht in ganz Europa verbreiten, indem sie durch eine Stafette Kerzen mit der „Mutterflamme“ entzünden. Am 18. Dezember sind auch sechs Pfadfinder aus der Region damit beauftragt, das Friedenslicht unter anderem am Hauptbahnhof zu verteilen. Für die Pfadfinder ist die aus Bethlehem kommende Flamme ein Zeichen für Frieden, der unabhängig von Religion und Nationalität gelten soll. Da es laut Krietemeyer Aufgabe jedes Menschen ist, für Frieden zu sorgen, sollen auch zahlreiche Bürger am dritten Sonntag im Advent an den Hauptbahnhof kommen und dabei helfen, mit der Friedensflamme die Stadt zu erhellen. |jrd