Kaiserslautern STADTLEBEN: Glücksbringer in Schwarz

Wünscht gerne Glück zum neuen Jahr: Ralf Bieber.
Wünscht gerne Glück zum neuen Jahr: Ralf Bieber.

Noch hat das neue Jahr erst begonnen. Bei Neujahrsempfängen in Stadt und Landkreis Kaiserslautern werden auch in den kommenden Tagen gute Wünsche ausgetauscht. Nicht fehlen dürfen dabei Glücksbringer. Beim Neujahrsempfang des SPD-Ortsvereins Erlenbach war es Ralf Bieber, seines Zeichens Bezirksschornsteinfegermeister für den Kehrbezirk zehn in Kaiserslautern, der symbolisch das Glück verkörperte. Im schwarzen Kehranzug mit blank geputzten goldenen Knöpfen und schwarzem Zylinder trat er in Erscheinung. Nicht, ohne jedem Besucher die Hand zu schütteln, ihm einen Glücksbringer in Form eines Schornsteinfegers en miniature in die Hand zu drücken und ihm ein gutes neues Jahr zu wünschen. Der Schornsteinfeger als Glücksbringer gehe auf das Mittelalter zurück, so Ralf Bieber, der in Erlenbach zu Hause ist. Im Mittelalter seien Häuser oftmals durch Kaminbrände zerstört worden. Die Ursache: ein nicht geputzter Kamin. Seit Schornsteinfeger nach Feuerstätten schauten, diese reinigten und vorbeugende Maßnahmen empfehlen, seien Kaminbrände so gut wie ausgestorben. Insofern habe die Arbeit des Schornsteinfegers den Menschen Glück gebracht. Auch wenn es den Kamin von früher nicht mehr gebe, neue Heizformen wie Gas, Öl und Fernwärme hinzugekommen seien, sei die Arbeit des Schornsteinfegers nicht weniger geworden, verweist Ralf Bieber auf Anforderungen, Überprüfungen und die Wartung von umweltbewussten Energieformen und Brennkesseln. Der Schornsteinfegermeister, dessen Kehrbezirk sich von der Innenstadt bis in nach Mackenbach und Miesenbach erstreckt, schätzt seinen Beruf. „Er ist technisch orientiert, abwechslungsreich und ermöglicht den Kontakt zu Menschen.“ Seinen schwarzen Zylinder trägt Ralf Bieber nur zu besonderen Anlässen. Beispielsweise zu Empfängen und zu Hochzeiten, zu denen er als Glücksbringer geladen ist. Natürlich freut er sich, wenn er als Schornsteinfeger Menschen symbolisch Glück bringen darf. „Das mache ich doch gerne.“ Seit zwölf Jahren ist der 47-Jährige glücklich mit Ehefrau Sandra verheiratet.

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