Kaiserslautern Stadtleben: Gern leistet er Beistand
Der vergangene Sonntag brachte Gilbert Schütz gleich doppelten Grund zur Freude: Die Modepremiere vom Fachverband des pfälzischen Friseurhandwerks Frühjahr und Sommer 2016 konnte er als Gesamtleiter erfolgreich über die Bühne bringen. Und schon am Morgen hatte es einen Glanzpunkt in seiner Karriere gegeben: Die goldene Ehrennadel der Kreishandwerkerschaft war ihm in Pirmasens für sein Engagement verliehen worden. Es ist nicht das erste Edelmetall für Schütz – im vergangenen Jahr wurde er vom Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks in Köln mit der silbernen Ehrennadel für seine Verdienste ausgezeichnet. Schütz hat seine Friseurkarriere kontinuierlich in Kaiserslautern verfolgt. Der eigene Salon in der Rudolf-Breitscheid-Straße ist denn auch nicht seine erste, sondern schon seine fünfte Einrichtung. „Ich habe schon immer gern herumgebosselt“, sagt er über sich. „Mein Steckenpferd ist das Haareschneiden, mit der Schere und speziell mit dem Messer.“ Der Opa und die Mutter waren schon Friseure, so ist ihm die Begeisterung dafür wohl mit in die Wiege gelegt worden. Mit 15 ging die Ausbildung los, 1977 war er einer der jüngsten Meister Deutschlands. In der Innung ging seine Laufbahn weiter. Mittlerweile ist er Gesamtfachbeiratsleiter des Landesverbands Pfalz, zuständig für die Sparten Damen, Herren und Kosmetik. Jeden Donnerstag veranstaltet er im Berufsbildungs- und Technologiezentrum der Handwerkskammer der Pfalz ein zweistündiges Wettbewerbstraining, wo sich junge Nachwuchskräfte auf Meisterschaften vorbereiten können. Zwei Weltmeisterinnen habe er dabei schon trainiert: Berenike Loettscher 2015 und Ann Christin Klein 2010. Sein Hauptaugenmerk liege auf der Menschenführung, sagt Schütz, der als Messdiener, Pfadfinder und Fußballer viel Erfahrung auf diesem Feld gesammelt hat. Junge Leute am Anfang ihrer Ausbildung seien noch ausgelassen und unvoreingenommen. Man dürfe sie nicht ausbeuten oder ausnutzen. Am meisten freue ihn die Verbundenheit, die er spüre, wenn man sich bei Veranstaltungen oder Besuchen wiedertreffe. „Ich bin stolz darauf, jungen Menschen Beistand zu leisten, mit ihrer Qualifikation in Lohn und Brot zu kommen.“ (cbg)