Kaiserslautern STADTLEBEN: Ein Tänzchen mit der Polizei

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Die Organisation von Tanzveranstaltungen gehört normalerweise nicht zum Alltagsgeschäft eines Polizeibeamten; selbst dann nicht, wenn er Vorsitzender der Polizeigewerkschaft (GdP) Westpfalz ist. Aber gerade damit ist Werner Hilmer in diesen Tagen neben seiner regulären Tätigkeit beschäftigt: Am Samstag, 18. April, lädt die Bezirksgruppe der GdP zum „Ball der Polizei“ in die Fruchthalle ein und Hilmer ist der Mann, der bei den Vorbereitungen die Fäden zusammenhält. „Wir kümmern uns tagtäglich um die Belange unserer Polizisten, sprechen als Gewerkschaft mit der Politik und als Personalräte mit der Behörde“, umreißt Hilmer seinen eigentlichen Aufgabenbereich. Personalfragen wie qualifizierte Ausbildung, die Forderung nach mehr Einstellungen, gerechte Bezahlung, die innere Sicherheit und mehr stehen dabei auf der Agenda. Das Anliegen des Balls ist ein anderes. Für Hilmer geht es darum, abseits des dienstlichen Alltags in ungezwungener Atmosphäre zusammen und miteinander ins Gespräch zu kommen, sich gerne mal außerhalb von Konfliktsituationen – von Mensch zu Mensch – zu begegnen. Dafür die Voraussetzungen zu schaffen, ist nicht unbedingt Alltagsgeschäft. Unter dem Motto „Polizei für Bürger – Bürger für Polizei“ organisiert Hilmer den Ball jetzt zum dritten Mal. Im Zwei-Jahres-Turnus gibt es ihn seit 20 Jahren; früher in allen Polizeipräsidien des Landes, heute nur noch in Kaiserslautern. „Es findet sich halt nicht überall jemand, der das organisiert“, bedauert Hilmer. Er selbst ist zuständig für die Werbung für den Ball intern und landesweit und er hält den Kontakt zu der Agentur, die ihm für die Tanz- und Programmbegleitung die Gruppe „Manhattan Affairs“, für die Show-Einlage die „Green Boys“ besorgt hat. Unterstützung erhält er von dem Polizei-Service- und Wirtschaftsunternehmen (PSW). Rund 270 Leute haben bisher schon Karten bestellt, außer Kollegen auch Freunde und Leute aus dem Bekanntenkreis. Dass es die Polizei ist, die in der Fruchthalle zum Tanz bittet, solle an dem Abend nicht unbedingt erkenntlich sein, betont Hilmer: „Es wird getanzt und gelacht; Uniform trägt keiner.“ Er selbst hat sich vorgenommen, mit der Ehefrau ebenfalls das Tanzbein zu schwingen. Gerne beim Foxtrott und vorausgesetzt, dass ihm am Ballabend die Zeit dafür bleibt. (krh)

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