Kaiserslautern Stadtleben: Der gute Start in die Schule
Die großen Ferien sind zu Ende. Wer freut sich jetzt am meisten auf die Schule? Die Erstklässler, denn die stehen schon seit Wochen in den Startlöchern. Der Schulranzen ist gepackt. Endlich ist es soweit, der erste Schultag kann kommen. Susanne Braun, frischgebackene Leiterin der Kottenschule, verrät, was die Schulanfänger erwartet. Zwar wird der große Tag erst am Dienstag, einen Tag nach Schulbeginn, stattfinden. Dafür gibt es eine richtige Einschulungsfeier für die Erstklässler mit ihren Eltern. Und so haben die Schüler der höheren Klassen am heutigen Montag noch Zeit, sich für ihre Beiträge zur Feier in Hochform zu bringen. 65 Anmeldungen zählte die Kottenschule vergangene Woche. „Bis zum letzten Tag kann sich immer noch etwas ändern“, sagt die neue Direktorin, die aus Erlenbach schon 14 Jahre Schulleitungserfahrung mitgebracht hat. Die Schüler brennen darauf, mit ihren drei Klassenlehrern in die Klassenräume zu gehen und ihre Plätze in Besitz zu nehmen, weiß Braun. „Sie wollen endlich anfangen.“ Aufgeregt werden die Kinder sein. „Aber die Klassenlehrer sind auch aufgeregt“, weiß die Schulleiterin. Gleich am ersten Tag werde es auch Hausaufgaben geben. „Die Kinder brauchen das“, bestätigt Braun und verrät: Es wird eine Schultüte zum Ausmalen sein. Die Eltern können währenddessen bei Kaffee und Kuchen entspannen und sich untereinander kennenlernen. Einen kleinen Vorgeschmack haben die Schulanfänger schon bekommen, als sie etwa vier Wochen vor Schuljahresende einen Nachmittag zum Kennenlernen in die Schule gehen durften. „Sie sind total stolz, wenn sie am Ende rausgehen.“ Ein paar Tipps für die Eltern haben Braun und ihre Konrektorin Petra Becker auch parat. „Sie brauchen sich nicht aufzuregen“, beruhigt Braun alle Eltern. Hilfreich sei es, einen strukturierten Tagesablauf zu gestalten. „Das ist wichtig für die Kinder“, betont Becker. Mit den Hausaufgaben solle man die Kinder nicht überstrapazieren. „Am Anfang sollte man nicht zu viel vom Kind verlangen“, erklärt Braun. Wichtig sei es auch, auf das Kind zu hören. Unterstützen könnten die Eltern ihre Erstklässler, indem sie abends gemeinsam kontrollieren, was in den Schulranzen gehört. Dazu gehöre auch zu schauen, dass das Mäppchen voll ausgestattet ist, die Stifte gespitzt. „Es ist wichtig, dass die Kinder eine Organisationsstruktur lernen“, erklärt Braun. Komplett sollten die Eltern aber die Kontrolle nicht übernehmen. Dazu zitiert die Schulleiterin gern einen Leitsatz der Pädagogin Maria Montessori: „Hilf mir, es selbst zu tun.“