Kaiserslautern STADTLEBEN: Der Abschied steht bevor

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Bis er zu den Umzugskartons greifen wird, sind es noch ein paar Wochen. In den 20 Jahren, die Pfarrer Frank Schuster zusammen mit seiner Frau Monika im Pfarrhaus auf dem Bännjerrück wohnt, hat sich ein kompletter Hausstand angesammelt. „Wir werden selbst einpacken, auch wenn ein Umzugsunternehmen bestellt ist.“ Doch bevor der Pfarrer der Versöhnungskirchengemeinde am 1. Juli eine Pfarrstelle in Winzingen in der Vorderpfalz übernimmt, warten in der hiesigen Gemeinde noch einige Termine auf ihn. So etwa ein Konzert der evangelischen Jugendkantorei der Pfalz am 17. Mai in der Versöhnungskirche. Seinen Resturlaub will er erst nach Pfingsten nehmen. Die „Nacht der Kirchen“ am 8. Juni ist ihm wichtig. Zu dem Ereignis in der Nacht von Pfingstsonntag auf -montag hat er Volker Klimmer engagiert. Der Lauterer Musiker wird mit Freunden in der Versöhnungskirche ein Jazzical „Von Bach bis Brubeck“ geben. Am Pfingstmontag freut sich Frank Schuster auf die Pfingstsoirée. Die wird von Kindern der Grundschule Bännjerrück zum Thema „Den Fremden verstehen“ gestaltet. Seit 1994 hat Schuster anstelle von Gottesdiensten am zweiten Feiertag der großen Kirchenfeste Weihnachten, Ostern und Pfingsten auf diese alternative Art der Festlichkeit gesetzt und damit über die Grenzen seiner Gemeinde gepunktet. Auch wenn er das Wort Wehmut nicht gerne hört, ist ihm bewusst, dass er sich von liebgewordenen Gewohnheiten langsam trennen muss. 15 Jahre lang hat er sich von Moni, seiner Friseurin im Salon nahe der Marienkirche, die Haare schneiden lassen. „War immer sehr zufrieden.“ Auch wird er den Weinhändler in der Bismarckstraße vermissen. Dafür seinen Wein künftig direkt beim Erzeuger in der Vorderpfalz kaufen können, aus der er und seine katholische Frau stammen. Er aus Speyerdorf und sie aus Meckenheim. Mit 2800 Mitgliedern wird die Gemeinde der Pfarrstelle an der Martin-Luther-Kirche in Winzingen etwas größer sein als die jetzige. Monika Schuster, die beim Bischöflichen Ordinariat die Koordinationsstelle für Ganztagsschularbeit leitet, wird über die kürzere Anfahrt zum Arbeitsplatz nicht traurig sein. Bevor es für den 50-Jährigen beim Gemeindefest am 29. Juni endgültig heißen wird, Abschied zu nehmen, wird er mit lieben Leuten vorab schon mal bei einer Tasse Kaffee oder einem Glas Wein die Zeit in Kaiserslautern Revue passieren lassen. (jsw)

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