Kaiserslautern STADTLEBEN: Beim Holzrücken ist Technik gefragt
In Erlenbach wirft die Landesmeisterschaft im Holzrücken ihre Schatten voraus. Dafür sorgt vor allem Alexander Schneider, Vorsitzender im Fahrsportverein Kaiserslautern-Land. Die rund zweistündige Meisterschaft findet am Sonntag, 9. Oktober, ab 13 Uhr auf dem Vereinsgelände des Fahrsportvereins, unterhalb der Mehrzweckhalle, statt. Nach 2014 ist es das zweite Mal. Auf dem Vereinsgelände stehen das Jahr über natürlich keine Hindernisse und Schikanen, die an die echte Holzarbeit im Wald erinnern. Normalerweise trainieren dort die Fahrsportler mit ihren Gespannen. Der Kaiserslauterer Architekt Schneider unterrichtet Kinder und Jugendliche in seiner Jugendfahrschule. Am Sonntag bleiben die Kutschen allerdings daheim. Stattdessen gehen die Teilnehmer, die sich aus ganz Rheinland-Pfalz angekündigt haben, zu Fuß. „Da gehört schon was dazu“, ordnet Schneider das Holzrücken als körperlich stramm ein. Das Pferd läuft im Schritt sechs bis sieben Kilometer pro Stunde, der Mensch nur fünf. Der muss zudem den etwa fünf Meter langen Baumstamm im Visier haben, das Pferd kontrollieren und den Parcours mit all seinen Hindernissen und Schikanen, den darf er auch nicht vergessen. Laut Schneider wagen sich immer mehr junge Frauen an das Holzrücken. Es komme schließlich mehr auf die Technik und auf die gute Ausbildung des Pferdes an, als auf pure Kraft des Zweibeiners. Die Meisterschaft wird zum 17. Male ausgetragen, war schon in Zweibrücken, im Hunsrück, in Otterberg oder auf dem Fröhnerhof. Jedes Mal optimiert und erschwert Schneider als verantwortlicher Parcoursbauer die Hindernisse für Mensch und Pferd. Dabei überlässt er nie etwas dem Zufall. So auch nicht in Erlenbach. Gemeinsam mit seinem Team aus dem Fahrsportverein baut er die Schikanen auf und schickt dann ein Pferd auf den Kurs. „Ich muss schon sehen ob alles passt, ob etwa auch die Wendeplätze groß genug sind“, baut Schneider immer mit Blick auf die Sicherheit des Pferdes. |thea