Kaiserslautern stadtleben : Auf Kindergarten folgt Blumengarten

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Wie viele Kinder hat sie auf dem Weg vom Kleinkindalter bis zur Grundschule begleitet? Tränen getrocknet, Neugier geweckt, Entwicklung gefördert? 44 Jahre Berufsleben liegen hinter Eva Suchan-Seibert, fast 30 davon hat sie als Leiterin der protestantischen Kindertagesstätte Erlenbach verbracht. Am Sonntag, 12. Oktober, um 10 Uhr wird sie mit einem feierlichen Gottesdienst in der Erlenbacher Kirche verabschiedet. Ostern 1985 war es, als sie die Leitung in der Kita Erlenbach übernahm. Neu war das Haus, erst vor fünf Jahren erbaut. Zwei Gruppen mit je 25 Kindern gab es, das war für das pädagogische Team überschaubar. „Da konnte man sich als Erzieherin richtig austoben“, erinnert sie sich begeistert. 1999 wurde die Kita wegen der verstärkten Nachfrage nach Kindergartenplätzen um eine dritte Gruppe erweitert, behelfsmäßig im Mehrzweckraum untergebracht. Einer Riesenanstrengung seitens der Stadt bedurfte es, so Suchan-Seibert, dass fünf Jahre später endlich ein Anbau bezogen und der provisorische Zustand beendet werden konnte. „Die Stadt hatte auch damals nie Geld“, schildert die Leiterin. Damit war aber nicht Schluss mit Veränderungen. 2008 kam die erste Betriebserlaubnis, die die Betreuung von Kindern unter drei Jahren ermöglichte. Mittlerweile werden Kinder schon ab zwölf Monaten aufgenommen. Babies und Vorschulkinder zusammen, wie verträgt sich das? Suchan-Seibert und ihr Team vertreten den familiären Ansatz und setzen auf altersgemischte Gruppen. „Die Kleinen wollen von den Großen lernen, die Großen wollen auch mal die Kleinen halten.“ 2013 wurde die Kita von der gleichnamigen Stiftung als „Haus der kleinen Forscher“ ausgezeichnet. Für den Alltag der Kita heißt das: Kindgerechte naturwissenschaftliche Beobachtungen und Experimente gehören mit dazu. Wird da das Rentnerleben nicht langweilig werden? Suchan-Seibert hat dafür noch etwas in der Hinterhand. Zusammen mit ihrem Mann will sie sich verstärkt um den Bauernhof kümmern, der seit den siebziger Jahren ihr Wohnsitz ist. Die Hühner und Katzen, Bienen und Blumen sind schon lange da. „Vom Kindergarten in den Blumengarten“, lautet lachend ihr Kommentar. (cbg)

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