Kaiserslautern Sport macht leistungsfähig
Trotz eher ungünstiger äußerer Voraussetzungen hat es die Luitpoldschule geschafft, als elfte im Land das Prädikat „Partnerschule Bewegung – Spiel – Sport“ zu erhalten. Das ist dem Engagement von Lehrerinnen und Ehrenamtlichen zu verdanken.
Hockey und Fußball spielen viele Grundschüler an der Luitpoldschule nachmittags freiwillig in Arbeitsgemeinschaften. Die werden von ehrenamtlichen Trainern der Hockey-Abteilung des 1. FCK, seit 16 Jahren macht das Anke Zurke, und der SG Eintracht angeboten. Lange schon ist die Luitpoldschule, eine Innenstadtschule mit Brennpunktnähe, beim Kooperationsprojekt „Sport in Schule und Verein“ dabei, das vom Landessportbund und vom Bildungsministerium getragen wird. Doch es gibt noch mehr an der Schule, weswegen sie nun auch Partnerschule mit dem Schwerpunkt Bewegung, Spiel und Sport ist: Etwa 30 ausgesuchte Zweit- bis Viertklässler werden in der Sport-AG trainiert, außerdem die Schwächeren mit motorischen Schwierigkeiten im Sport-Förderunterricht unterstützt. Hinzu kommt die Teilnahme an allen Stadtmeisterschaften und die Durchführung aller Bundesjugendspiele im Wettkampfmodus sommers wie winters, auch ohne überhaupt einen Außensportplatz zu haben. Beim jährlichen Lauftag, bei dem viele Kinder über sich hinaus wachsen und voller stolz das Laufabzeichen absolvieren, wird ums Schulgebäude gelaufen. Die Hockey-AG nimmt zudem jedes Schuljahr an „Jugend trainiert für Olympia“ teil – und dies alles in einer Gegend, in der nicht viele Kinder in Sportvereinen aktiv sind, manche aus dem Kleider- und Sportschuhe-Vorrat der Schule versorgt werden müssen, um mitmachen zu können. Dabei sind die Lehrer ebenso überzeugt wie die Ministeriums- und Landessportbundvertreter, die kürzlich die Auszeichnung an Schulleiterin Petra Müller-Weisenauer überreichten: Sport machen fördert nicht nur die Motorik und die Gesundheit, sondern auch die Leistungsfähigkeit abseits des Sportplatzes und ist außerdem für sonst eher schwache Schüler eine Möglichkeit, Erfolgserlebnisse zu haben und Selbstvertrauen aufzubauen. Sportlehrerin Martha Schenk betont deshalb, wie wichtig es sei, dass bei notwendigem Stundenausfall nicht die Sportstunden daran glauben müssen. Und dass mit guter Kooperation im Kollegium auch mit Doppelbesetzung in der Sporthalle guter Sportunterricht möglich sei.