Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Spiel des Tages: Queidersbach gnadenlos effektiv gegen ideenlose Bruchmühlbacher

Das Führungstor für den FC Queidersbach: Andreas Bauer (links) hat abgezogen. Die beiden Bruchmühlbacher Ismail Mert und Keeper
Das Führungstor für den FC Queidersbach: Andreas Bauer (links) hat abgezogen. Die beiden Bruchmühlbacher Ismail Mert und Keeper Jonathan Rheinfrank sind machtlos.

Im Aufsteigerduell der Fußball-Bezirksliga Westpfalz Süd musste der FV Bruchmühlbach am Sonntag gegen den FC Queidersbach eine verdiente 0:2 (0:2)-Niederlage hinnehmen. Andreas Bauer und Spielertrainer Patrick Freyer trafen früh für die Gäste.

Queidersbach hat verdient gewonnen. Sie haben die Momente, in denen wir unachtsam waren, ausgenutzt. Sie waren besser“, sagte FV-Trainer Karl-Heinz Halter, der eine enttäuschende Leistung seiner Mannschaft sah. Und eine Queidersbacher Elf, die jeden Fehler bestrafte. Als Torsten Zinn in der Vorwärtsbewegung den Ball verlor, spielte Yvo Vitor Dos Santos schnell in die Spitze, wo Andreas Bauer völlig frei stand und keine Mühe hatte, zum 0:1 zu vollstrecken (4.).

Dann eine Szene, die das Spiel vielleicht in andere Bahnen hätte lenken können. Queidersbachs Innenverteidiger Manuel Schneider war ein Rückpass völlig missraten. Bruchmühlbachs Alex Groß spritzte dazwischen, wollte den aus dem Strafraum herausgeeilten Torhüter umspielen und wurde gelegt. Der Vorteil, auf den der Schiedsrichter entschied, ergab sich dann nicht, und Queidersbach konnte klären. Djordjevic kam mit Gelb davon.

„Eine Fehlentscheidung“

„Das war eine Fehlentscheidung, eine klare Rote Karte“, kommentierte Halter, „und sicher nicht förderlich für unser weiteres Spiel. Queidersbach hatte da Glück.“ Als Ausrede wollte Halter diese Szene aber nicht gelten lassen. Seine Mannschaft habe einfach nicht ihren Rhythmus gefunden. Queidersbach bestrafte auch die zweite Nachlässigkeit der Platzherren eiskalt. Nach einem Einwurf von Felix Horn flankte erneut Dos Santos in den Strafraum. Im Fünfmeterraum verließ sich bei Bruchmühlbach einer auf den andern. Patrick Freyer nutzte den Kollektivschlaf zum 0:2 (14.). Eine optimale Ausbeute der Gäste, die aus zwei Chancen zwei Tore erzielten.

Danach fing sich Bruchmühlbach etwas. Alex Groß verfehlte eine scharfe Hereingabe nur knapp (16.). Edwin Groschew traf nach einer Einzelleistung nur das Außennetz (18.). Bestenfalls Halbchancen! Gefährlicher war da schon Timon Cronauers Distanzschuss, der die Lattenoberkante touchierte (26.).

Patrick Freyer verletzt

In der 39. Minute wurde Freyer von Bruchmühlbachs Edwin Groschew gefoult und musste zwei Minuten später mit einer Wadenverletzung vom Platz. Eine ganz erhebliche Schwächung für die Gäste, zumal kurz nach der Pause auch noch der andere Torschütze, Andreas Bauer, verletzt passen musste. Aber Bruchmühlbach konnte daraus kein Kapital schlagen. Eine kurze Drangphase vor der Halbzeit. Mehr hatten die Blau-Weißen nicht zu bieten.

Drucklose Platzherren

Queidersbach, das nach der Pause tief stand und auf Konter lauerte, war einem dritten Treffer näher als die ideenlos und vorne ohne jegliche Durchschlagskraft agierenden Gastgeber. Bei Queidersbach stürmte der angeschlagene Rechtsverteidiger Fabian Brödel jetzt an vorderster Front und machte seine Sache gar nicht schlecht, war ständig anspielbar und ein Unruheherd für die FV-Deckung. Die größte Chance der zweiten Hälfte vergab Jonas Boehr, als er völlig frei an Torhüter Jonathan Rheinfrank scheiterte (54.). Zwei Möglichkeiten der drucklosen Platzherren vergaben Ismail Mert per Kopf (51.) und Zinn, der über das Tor zielte (78.). In Gefahr geriet der Queidersbacher „Dreier“ eigentlich nie. Auch weil die Defensive bombensicher stand und so gut wie nichts zuließ. Kurz vor Schluss erzielte Fabian Brödel noch ein Abseitstor (84.).

Der verletzt ausgeschiedene Patrick Freyer sprach von einem verdienten Sieg. „Es war das erwartete Kampfspiel. Von uns war es eine Topleistung. Jeder hat sich voll reingehauen und für den anderen gekämpft.“

So Spielten Sie

FV Bruchmühlbach: Rheinfrank - Mert, Jung, Robin Cronauer, Groschev - Timon Cronauer, Dombaxi (79. Sandler), Schmitz (60. Mota Valdez), Zinn - Groß (63. Gaß), Vetter (75. Ishak)

FC Queidersbach: Djordjevic - Broedel, Manuel Schneider, Horn, Philipp Schneider - Vitor dos Santos, Mueller, Caeiro, Freyer (41. Gundall) - Boehr (75. Wagner), Bauer (49. Horoz)

Tore: 0:1 Bauer (4.), 0:2 Freyer (14.) - Gelbe Karten: Timon Cronauer, Mota Valdez, Dombaxi - Djordjevic, Vitor dos Santos, Horoz, Gundall - Beste Spieler: Dombaxi, Groß - Manuel Schneider, Horn, Vitor dos Santos, Gundall Zuschauer: 200 - Schiedsrichter: Dunsbach (Landstuhl).

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