Fussball
Spiel der Woche: „Feuerwehrmann“ gegen Ex-Spieler
Uwe Dengel (Trainer FV Bruchmühlbach) über ...
... die Bedeutung des Spiels: „Ich bin vor einer Woche sozusagen als Feuerwehrmann gekommen, nachdem Uwe Scharbach im Anschluss an die 0:5-Heimniederlage gegen Phönix Otterbach als Trainer hingeworfen hatte. Ich war ja frei, mein Sohn spielt für Bruchmühlbach, der Klub hat mich gefragt, so kam das zustande. Ich habe keine intakte Mannschaft vorgefunden, da lief zu viel falsch, das kann man in den letzten Wochen der Saison nicht aufholen. Ich habe den Jungs gesagt: Wenn ihr nicht absteigen wollt, müssen wir nun die letzten drei Spiele gewinnen. Und das ist auch machbar. In den vergangenen Wochen haben wir schon einen wichtigen Schritt gemacht.“
... die vergangenen Ligabegegnungen: „Als ich angefangen habe, war ich gegenüber den Spielern sehr deutlich. Ich habe betont, dass ich jetzt echte Kerle brauche. Beim 3:0 auswärts gegen die TSG Kaiserslautern hat die Mannschaft gezeigt, was sie kann. Die Lauterer waren mit den drei Gegentoren noch wirklich gut bedient.“
... den nächsten Gegner: „Ich habe den ASV Winnweiler in dieser Runde schon gesehen. Ich kenne ja auch den Trainer sehr gut. Waldemar Schneider hat unter mir gespielt, als ich Trainer beim SV Morlautern war. Das ist eine sehr robuste Truppe. Aber wir wollen die Schwächen der Winnweilerer Mannschaft, die sie vor allem meiner Meinung nach in der Defensive hat, ausnutzen.“
... die personelle Lage: „Als ich zugsagt habe, war der Kader schon arg ausgedünnt. Es gibt im Team schon einige verletzte Spieler, dazu kommen einige Akteure, die dem Klub nicht mehr gewogen sind und nicht mehr zur Verfügung stehen. Deshalb: Viele Alternativen habe ich momentan nicht. Aber die Jungs, die da sind, haben das sehr gut gemacht. Wir wollen erst gegen den ASV Winnweiler gewinnen, da muss genauso ein Sieg herausspringen wie dann am Wochenende drauf gegen den FV Weilerbach. Um nicht abzusteigen, muss einfach ein Dreier her. Ich tippe mal auf einen 3:1-Erfolg für meine Mannschaft. Mein Engagement geht nur bis Saisonende, dann werde ich in der kommenden Saison den FC Queidersbach übernehmen. Da habe ich schon zugesagt.“
Waldemar Schneider (Spielertrainer ASV Winnweiler) über ...
... die Bedeutung des Spiels: „Es ist ein ,Alles-oder-Nichts’-Spiel. Wir müssen gewinnen, sonst sind wir sicher abgestiegen. Die Mannschaft ist hochmotiviert und will die Partie für sich entscheiden, um weiter im Rennen um den Ligaverbleib mitmischen zu können.“
... die vergangenen Ligabegegnungen: „Wir haben mit dem 5:2 gegen die SG Rieschweiler II zuletzt hochverdient gewonnen. Pech hatten wir leider eine Woche zuvor beim 3:3 gegen den FK Clausen, denn wir haben in der Partie dreimal geführt, mussten allerdings immer wieder den Ausgleich hinnehmen. Zwei der drei Gegentreffer resultierten aus Standardsituationen. Die müssen wir einfach besser verteidigen.“
... den nächsten Gegner: „Ich kann den FV Bruchmühlbach ganz schwer einschätzen. Sie stehen mit 19 Punkten zwei Zähler vor uns, aber auch noch auf einem Abstiegsrang. Also geht es somit für sie auch noch um alles. Im Hinspiel haben wir 1:1 gespielt. Spielerisch sind sie gut, sie haben jetzt ja auch offenbar einen neuen Coach. Aber wir müssen dort bestehen.“
... das eigene Spielerpersonal: „Ich habe wohl alle Leistungsträger an Bord, mit Michael Hammerschmidt und Ricky Schander auch unsere beiden Topstürmer. Wir können nicht defensiv spielen, weil wir gewinnen müssen. Mein Tipp ist ein 2:0 für uns.“