Kaiserslautern Sonne strahlt nicht für die Strahlesel

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„Die Jungen sind mir schon hart auf den Fersen ...“: Andreas Herz sieht seinen Vorsprung schmelzen. Gestern ist der Abonnement-Sieger beim Strahlesel-Lauf ausnahmsweise „nur“ über sechs Kilometer gesaust. Möglich, dass bei der neunten Auflage bereits die Lokalmatadoren Marco und David Zepp als Erste über die Ziellinie preschen. Die Brüder hatten gestern Grund zur Freude – die Organisatoren des Laufs hingegen hatten nur bedingt gut lachen.

„Echt schade. Aber was hätten wir denn machen sollen“: Sascha Franzreb stand das Bedauern ins Gesicht geschrieben. Gerade hatte der Vorsitzende des Ausrichter-Vereins das für den Nachmittag geplante Spielfest abgesagt. Es war so einiges vorbereitet. Doch kleine Kicker auf den Rasen zu schicken, der nach dem Regen vom Vormittag allenfalls für nasse Füße und Verdruss gesorgt hätte, das schien den Vorsitzenden des Fördervereins Fußball beim FC Erlenbach keine allzu gute Idee zu sein. Zum nunmehr achten Mal hat der Verein gestern seinen Strahlesel-Lauf ausgerichtet. Und auch der Lauf, dessen Erlös samt und sonders für die kleineren Nachwuchs-Kicker des Erlenbacher Fußballvereins bestimmt ist, litt unter der Nässe. Gut 150 Läufer hatte es beim bis dato stärksten Lauf schon in den Stadtteil gezogen. Gestern waren es 85 Unentwegte, die sich auf die Strecken machten. Immerhin: Mit dem neu konzipierten Zwölf-Kilometer-Lauf, durchaus anspruchsvoll, hat man wohl den Geschmack getroffen. Immerhin 30 Läufer hatten sich auf den Rundkurs gemacht, der fast bis zur Mehlinger Heide und in einer großen Schleife wieder zurück zum Erlenbacher Sportplatz führte. Vor Jahresfrist waren es nur zehn, die sich für die Langdistanz von damals 15 Kilometer entschieden hatten. Andreas Herz entschied den Sechs-Kilometer-Lauf für sich. Marco Zepp (18) ließ sich nur knapp abhängen, ihm folgte David Zepp – der 14-Jährige kam nur kurz nach seinem Bruder über die Ziellinie, bester Laune statt außer Puste. Den Zwölf-Kilometer-Lauf entschied Zoufine Bare für sich, gefolgt von Philipp Koch und Andy van der Meijsden. Immerhin 14 Kinder waren ebenfalls gestartet, der jüngste Läufer war gerade mal dreieinhalb Jahre alt. Der Erlös des Laufs – der seinen Titel „Strahlesel“ vom Spitznamen der Erlenbacher hat – kommt Juniorenfußballern von Bambini bis D-Junioren zugute. Dass es sich lohnen sollte, dazu trug auch die Reservistenkameradschaft Otterbach bei. Von deren Gulaschsuppe blieb allerdings einiges übrig, wie auch vom vielen Kuchen. Die Strahlesel waren gestern halt nicht von strahlender Sonne verwöhnt. |cha

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