Kommentar RHEINPFALZ Plus Artikel Skepsis und Hoffnung

Ein Modell der Pfaff-Nähmaschinen aus der guten alten Zeit.
Ein Modell der Pfaff-Nähmaschinen aus der guten alten Zeit.

51 Arbeitsplätze sind gerettet. Aber die Frage ist: Bleibt der Lauterer Standort wirklich bestehen?

Ob die Nachricht von Pfaff von Montagnachmittag eine gute oder schlechte ist, ist schwer zu sagen. Dass 71 Mitarbeiter gehen müssen, ist ohne Zweifel schlecht. Das sind 71 menschliche Schicksale. Der Arbeitsplatzverlust ist schwerwiegend für jeden Einzelnen. Dass das Werk nicht geschlossen wird, wie im fernen China geplant war, ist per se natürlich eine gute Nachricht. So sind nicht nur 53 Arbeitsplätze gerettet, sondern auch der Standort Kaiserslautern bleibt erhalten.

Die Frage ist natürlich: Ist diese Lösung wirklich dauerhaft? Der hiesige Geschäftsführer sagt – natürlich –, dass er von dem nun beschlossenen Konzept überzeugt ist. Alles andere wäre selbstschädigend. Dass der Betriebsrat skeptisch ist, ist jedoch sehr nachvollziehbar. Nach und nach baut ein Konzern Stellen ab, verlagert ins günstigere Ausland: ein bekanntes Szenario. Sitzt die Geschäftsführung in China, sind die Hemmnisse, ein deutsches Traditionsunternehmen dicht zu machen, noch geringer. Es bleibt: die Hoffnung.

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