KAISERSLAUTERN
Siegelbacher Zoo hat einen neuen „Star“
Das Köpfchen war schon seit einer kleinen Weile ab und an mal zu erhaschen. Am Mittwoch aber hat Monja – das Albino-Bennett-Känguru im Siegelbacher Zoo – erstmals ihr Kleines so richtig in den Blick gerückt – zumindest für Lena Stoller. Der Zoo-Mitarbeiterin für Tierpädagogik ist ein tolles Foto von einem ganz außergewöhnlichen Duo gelungen.
„Mutter und Kind“ sind beide weiß – was die Fachfrau freut, und was keineswegs zu erwarten war. Denn das Gen, das Albinismus ausprägt, sei rezessiv, wie Lena Stoller am Mittwochabend erläuterte. Die Wahrscheinlichkeit war höher, dass der Nachwuchs mit der vererbungstechnisch dominanten braunen Färbung ausgestattet zur Welt gekommen wäre. Eine Laune der Natur, ein Glücksfall für den Zoo, der eine neue kleine Attraktion in seinen Reihen weiß. Mit dem Zeug zum kleinen „Star“.
Dabei ist der eklatante Pigment-Mangel für die Tiere normalerweise ein Problem. Anders als die größeren roten Artgenossen lebten die kleineren Bennet-Kängurus in freier Wildbahn nicht in der Steppe, sondern im Wald. Da gerät die Tarnung zum echten Problem, werden doch Fressfeinde viel leichter auf die auffallend weißen Tiere aufmerksam.
Weiterer Nachwuchs
Nun brauchen sich Monja und ihr Kleines darum ja nicht zu sorgen. Im Tierpark sind sie sicher. So wie die übrigen fünf Artgenossen, von denen mindestens zwei weitere Nachwuchs tragen. Laut Lena Stoller könnten es sogar vier Junge sein. „Man sieht es sehr spät erst“, erklärt sie; ein halbes Jahr lang mindestens bleiben Känguru-Junge im Beutel verborgen.
„Weiß auf weiß – mit roten Augen und rosa Ohren“: So ist das Duo denn auch in seinem für Besucher frei zugänglichen Gehege leicht zu entdecken. Und: „Monja ist zahmer als die anderen, lässt Menschen näher an sich heran“, weiß die Zoo-Mitarbeiterin. Ob das Kleine ein Er oder eine Sie ist, hat das Zoo-Team noch nicht erkunden können. Auch einen Namen hat es noch nicht.