Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Serwinski und Claussen verhelfen Dansenberg zum Sieg

Ebnete dem TuS in Zusammenarbeit mit Jan Claussen den Weg zum Sieg: Fabian Serwinski, hier gegen Patrick Schulz von der HG Saarl
Ebnete dem TuS in Zusammenarbeit mit Jan Claussen den Weg zum Sieg: Fabian Serwinski, hier gegen Patrick Schulz von der HG Saarlouis.

Fabian Serwinski und Jan Claussen haben den TuS Dansenberg am Samstag im Saar-Pfalz-Derby der Dritten Handball-Bundesliga zu einem 35:32 (13:13)-Arbeitssieg gegen die HG Saarlouis geführt. Im letzten Spiel vor der Winterpause bedurfte es eines Kraftaktes, um die Punkte in der Westpfalz zu behalten.

Der Ketchupflaschen-Effekt ist ein bekanntes Phänomen. Erst kommt lange nichts, und dann plötzlich alles auf einmal. So auch im Fall von Claussen, der bis zur Mitte der zweiten Halbzeit offensiv nicht in Erscheinung getreten war. Kaum hatte Saarlouis den Torwart gewechselt, legte der gebürtige Kieler los. Gäste-Keeper Darius Jonczyk war noch keine Minute im Spiel, da musste der Routinier auch schon das erste Mal hinter sich greifen. Claussen hatte jetzt Lunte gerochen und legte zum 23:21 (44.) nach. In doppelter Unterzahl gerieten die Gäste auf die Verliererstraße. Ein Doppelschlag des neunfachen Torschützen Serwinski, dem Claussen sein Tor zum 26:21 (49.) folgen ließ, ebnete Dansenberg den Weg zum Sieg.

„Ich war mit meiner Leistung in den letzten Wochen nicht zufrieden. Wichtig ist, dass man aus solchen Situationen auch wieder herauskommt und sich nicht unterkriegen lässt. Ich bin froh, dass ich den Schalter heute umlegen konnte. Das Ergebnis spricht nicht gerade für die beiden Abwehrreihen, aber für uns zählen heute nur die zwei Punkte“, stellte der Rückraumspieler klar.

Saarlouis kämpft

Saarlouis gab sich trotz des Fünf-Tore-Rückstands noch lange nicht geschlagen und kämpfte sich mit einem 3:0-Lauf ins Spiel zurück. Jetzt war es Serwinski, der das Schiff mit zwei eiskalt verwandelten Siebenmetern zum 28:24 (54.) auf Kurs hielt. Die Dansenberger Schwäche von der Linie gehörte für 60 Minuten der Vergangenheit an, weil der 22-Jährige auch in der entscheidenden Phase die Nerven behielt. „Natürlich bin ich froh, dass die Siebenmeter heute reingegangen sind und die Quote gestimmt hat. Wir haben von Anfang an gekämpft“, betonte der Rechtsaußen. Die Torhüter spielten über weite Strecken der Partie keine Rolle. Und wenn, dann eher eine unglückliche. TuS-Keeper Henning Huber hatte bis zu seiner Auswechslung in der 20. Minute keinen einzigen Ball parieren können. „Bei Torhütern fällt es natürlich eher auf, wenn sie mal nicht so die Leistung bringen, aber Handball ist ein Mannschaftssport. Heute konnten wir das im Angriff kompensieren“, sagte Claussen.

Zwei Rote Karten

Zwei unglückliche Aktionen hatten auf beiden Seiten jeweils eine Rote Karte zur Folge. Nach HGS-Spieler Adel Rastoder (28.) musste auch Dansenbergs Robin Egelhof (40.) vorzeitig zum Duschen. „Die Mannschaft hat es gut gemacht, wir konnten das Tempo 60 Minuten hochhalten, auch die Körpersprache hat gestimmt. Mitentscheidend war, dass wir die Anzahl der technischen Fehler reduzieren konnten“, analysierte TuS-Coach Kai Christmann.

Die Zuschauer in der Layenberger Sporthalle hatten bis zur Mitte der zweiten Halbzeit ein absolut ausgeglichenes Spiel zu sehen bekommen, in dem sich keine der beiden Mannschaften auf mehr als zwei Tore absetzen konnte. Weder Saarlouis (1:3/5.), noch der TuS Dansenberg (10:8/22.) vermochten daraus Kapital zu schlagen, sodass es mit 13:13 (30.) in die Pause ging. Von da an ging es noch enger zu (16:15/18:19/21:21), ehe die Westpfälzer sich in doppelter Überzahl befreien und den Abnutzungskampf schlussendlich zu ihren Gunsten entscheiden konnten.

Das erste Spiel nach der Winterpause steht am 15. Januar (19.30 Uhr) bei der TSG Haßloch auf dem Programm.

So spielten sie

TuS Dansenberg: Huber /Gercar (Tor), Serwinski (9/5), Claussen (6), Rose, Röller (je 5), Rebelo (3), Dettinger, T. Holstein, Egelhof (je 2), Kieder (1), Schwenzer, Bösing, Guden

Spielfilm: 1:3 (5.), 7:6 (15.), 10:8 (22.), 13:13 (Halbzeit), 18:19 (38.), 21:21 (42.), 26:21 (49.), 26:24 (52.), 28:24 (54.), 30:27 (57.), 35:32 (Ende) – Zeitstrafen: 3:6 – Rote Karten: Rastoder (28.) – Egelhof (40.) – Siebenmeter: 5/5 – 4/4 – Beste Spieler: Serwinski, Claussen – Hüller – Zuschauer: 150 – Schiedsrichter: Cesnik/Konrad

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