Kaiserslautern Sembacher Slalomstrecke zu eng und eckig gesteckt

Nicht ganz erfüllt wurden die Erwartungen des Rallye-Clubs „Barbarossa“/Vespa-Club 59 Kaiserslautern bei seinem zweitägigen Automobil-Clubsport-Slalom, der im Gewerbepark in Sembach über die Bühne ging.
Nicht alle angereisten Slalomspezialisten stülpten den Helm über und nahmen das Rennen zwischen den rot-weißen Pylonen. Schon wie im Vorjahr war der Parcours auf dem Asphalt der Parallelstraße zur früheren Start- und Landebahn nach Auffassung der Fahrer viel „zu eng und eckig“ gesteckt. Bei der Begehung am Samstag gab es dann Kritik. Da der Veranstalter aber an der Streckenführung festhielt, reisten einige Fahrer ab. Gefahren wurde dann trotzdem, und am Abend entfachte sich die Diskussion erneut. Erst auf Druck der Fahrer, darunter regionale Meister und Pokalsieger, lenkten die Verantwortlichen ein und versprachen für den darauffolgenden Sonntag einen flüssigeren Parcours. Es sprach sich dann bis ins Saarland herum, dass das Team um Slalomleiter Gerhard Frank (Clausen) zumindest sechs Veränderungen an der Strecke vorgenommen hatte. Dennoch gab es auch am Sonntag noch Kritik bis hin zu den Sachrichtern. Manfred Weller blieb dabei unbeirrt und holte sich im BMW 318 IS an beiden Tagen den Sieg in der Klasse der Serienfahrzeuge bis 1800 Kubikzentimeter Hubraum. Dass der Kurs am zweiten Tag flüssiger gesteckt war, zeigt der Zeitunterschied von 9,91 Sekunden. Mit einer Differenz von 9,17 Sekunden gewann der Sembacher am Sonntag vor Achim Kramm aus Neustadt im Mazda MX 5. Unterschiedlich war die Fahrerzusammensetzung in der Klasse der Serienfahrzeuge bis 1400 Kubikzentimeter durch die Diskussionen. Am Samstag siegte Matthias Meiers aus Schönenberg-Kübelberg im Volkswagen-Lupo. Dass Clubsport-Slalom im Gegensatz zu Gleichmäßigkeitsprüfungen auf dem Nürburgring steht, musste an diesem Tag Andrea Adam aus Kaiserslautern erfahren. Mit ihrem verbesserten Volkswagen-Polo startete sie und musste feststellen, dass zwischen den rot-weißen Pylonen mehr gearbeitet werden muss als zwischen den Leitplanken einer Rundstrecke. Besser zurecht kam damit Manuel Welker aus Enkenbach-Alsenborn mit seinem BMW 318 IS. Am Samstag reichte es für ihn auf dem eckigen Kurs nur zu Platz fünf. Es siegte der Saarländer Norbert Krämer aus Saarlouis mit dem leistungsmäßig stark überlegenen BMW M 3; er gab Uwe Dörr aus Enkenbach-Alsenborn im Ford Fiesta ST bei einer Zeitdifferenz von 14,66 Sekunden das Nachsehen. Nils Dörr aus Enkenbach-Alsenborn kam die Linienführung am zweiten Tag sehr entgegen, und somit siegte er im Ford Fiesta ST mit einem Vorsprung von 83 Hundertstelsekunden vor Manuel Welker. Lisa Hanbuch aus Enkenbach-Alsenborn gewann den Wettbewerb mit vor 1995 gebauten Fahrzeugen im Volkswagen-Polo bei einem Vorsprung von 15 Hundertstelsekunden vor Andreas Berker aus Kaiserslautern im Mitsubishi Galant.