Kaiserslautern „Sehr zeitgemäß“

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Queidersbach. Beim Weltjugendtag (WJT) in Krakau (Polen) waren auch Jugendliche aus der Westpfalz dabei. Leonie Scherer (17) aus Queidersbach war mit einer Freundin aus Kaiserslautern und 200 Jugendlichen aus der Diözese Speyer dorthin gereist. Das Motto „Meet the World“ (Triff die Welt) fand sie so richtig treffend, hat sie unserem Mitarbeiter Mathias Gillen nach ihrer Rückkehr berichtet.

Frau Scherer, was hat sie bewogen am WJT in Polen teilzunehmen?

Als aktives Mitglied unserer Kirchengemeinde, als Messdiener und ausgebildete Gruppenleiterin war mein Interesse doch groß, eine solche weltweite Begegnung mitzuerleben. Zusammen mit einer Freundin meldete ich mich in Speyer an. Ist eine solche Veranstaltung noch zeitgemäß und spricht sie Jugendliche an? Ich finde den WJT sehr zeitgemäß, da das Programm auf Jugendliche abgestimmt war. Gerade in einer zerrissenen Zeit, in der Jugendliche auf der Suche nach wahren Werten und Orientierung sind, bieten solche Veranstaltungen Lebenshilfe. Wie ist generell die Stimmung unter Jugendlichen angesichts des Terrors und der zunehmenden Gewalt in der Welt? Natürlich wurde viel über die schrecklichen Ereignisse der letzten Zeit gesprochen. Auch unsere mitgereisten Seelsorger und der Papst predigten sehr eindringlich, auch ohne Scheuklappen, in Bezug auf die politischen Verhältnisse in unserem Gastland. Allerdings verschlechterte sich dadurch unsere Laune keineswegs. Hatten Sie Kontakt mit Jugendlichen aus anderen Ländern? Ja, mit Jugendlichen aus fast allen teilnehmenden Ländern. Mit Englisch kam ich dabei ganz gut über die Runden. Mit den neuen Freunden aus Polen, Italien und Australien halte ich noch per Whatsapp und Facebook den Kontakt, hoffentlich bleibt das weiter so. Wurde ihre religiöse Überzeugung durch den Besuch in Polen gestärkt? Sie wurde sogar wieder aufgelebt. Mit mehreren Millionen Jugendlichen auf den Campus Misericordiae zu wandern und dort unter freiem Himmel zu beten und die Nacht zu verbringen, das war für mich ein Erlebnis, das ich wohl nie mehr vergessen werde. Wie war Ihr persönlicher Eindruck im Rückblick auf den WJT ? Im Nachhinein war es eine sehr wertvolle Erfahrung. Der Austausch, wie Glauben in anderen Ländern und Kulturkreisen gelebt und praktiziert wird, hat mich doch oftmals nachdenklich gemacht. Gerade in Polen wird der katholische Glaube streng und ohne Wenn und Aber praktiziert. Der Pfarrer bestimmt die Vorgehensweise. Sind Ihre Erwartungen erfüllt worden? Ja, absolut. Besonders die Gastfreundschaft der polnischen Bevölkerung und unserer Gastfamilie hat mich doch sehr berührt.

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