Kaiserslautern Schwungvoll in die Oberliga

Keine Überraschung gab es beim vereinsinternen Duell der beiden Wasserball-Teams des Kaiserslauterer Schwimmsportklubs: Mit 17:6 (6:1/2:2/5:1/4:2) bestätigte die erste Mannschaft ihre Favoritenrolle. Sie kann nun nicht mehr aus der oberen Tabellenhälfte verdrängt werden und zieht in die Oberliga ein.
Aber auch die Reserve darf sich Hoffnungen auf den Einzug in die Oberliga machen: gut möglich, dass sie ihren derzeitigen fünften Platz behält. Schon beim Blick auf die Aufstellungen wurde deutlich, dass es bei den Krokodilen trotz des engen Tabellen-Mittelfeldes in der Qualifikationsrunde zur Ober- und Verbandsliga Rheinland-Pfalz/Saar keine Absprachen oder taktische Spielereien geben würde: Während in der ersten Mannschaft die spielstärksten Akteure versammelt waren, setzte sich die Reserve aus Nachwuchsleuten und vier Damen zusammen. Nach einer kurzfristigen Absage wechselte zwar Spielertrainer Stefan Raspudic in die „Zweite“, allerdings konnte diese damit trotzdem nur auf zwei Auswechselspieler zurückgreifen, während die Bank beim von Frank Dick gecoachten KSK 1 mit drei Akteuren bestückt war. Ähnlich deutlich wie auf dem Papier wurde der Unterschied dann auch im Wasser. Ergebnistechnisch verlief die Partie zwar bis in die fünfte Minute fast ausgeglichen (2:1), danach münzte der KSK 1 seine Überlegenheit aber auch in Tore um und führte zur ersten Pause mit 6:1. Nach der von Frank Dick „zu Übungszwecken“ geforderten Umstellung von Press- auf Doppeldeckung verflachte die Partie im zweiten Viertel ein wenig. Im Angriff lief jeweils kaum etwas zusammen, sodass der Abschnitt unentschieden endete und beim Stand von 8:3 die Seiten gewechselt wurden. In der zweiten Halbzeit hatte der KSK 1 seine Treffsicherheit zwar wieder gefunden, ließ aber viel Luft nach oben. Die Reserve zeigte viele gute Ansätze, überraschte in der Defensive mit mehreren souveränen Ballgewinnen und erspielte sich diverse Chancen. Im Abschluss fehlte jedoch hier und da auch ein wenig Erfahrung, und so ging das dritte Viertel dieser Partie mit 5:1 an die nominelle Heimmannschaft vom Kaiserslauterer SK 1. Dass für die erstmals mit den nagelneuen Kappen im Vereinsdesign spielende zweite Mannschaft im letzten Viertel ebenfalls nichts zu holen war, lag dann auch an den nachlassenden Kräften. So traf die „Erste“ noch viermal und hatte am Ende in Dirk Feddeck (6) und Frederik Ramthun (4) ihre besten Schützen. Für die kleinen Krokodile, die mit dem 6:17 weit unter Wert geschlagen wurden und toll kämpften, erzielten Stefan Raspudic und Bernd Feddeck je zwei Tore. Mit 12:6 Punkten bleibt der KSK 1 Vierter, wird nun definitiv im Sommer in der Oberliga-Runde spielen und dorthin zwei Siege und zwei Niederlagen mitnehmen. Ob die zweite Lauterer Mannschaft (9:9) Fünfter bleibt, entscheidet sich in den kommenden beiden Wochen. Bei derzeit 6:8 Punkten würde dem SSV Trier bei besserem Torverhältnis aus zwei Partien ein Sieg und eine Niederlage ausreichen. Dass eine Begegnung davon gegen Tabellenführer SC Neustadt II auszutragen ist, scheint nur auf den ersten Blick ein Vorteil für den KSK 2 zu sein, denn aufgrund von Terminstreitigkeiten könnte es hier am grünen Tisch eine Entscheidung zugunsten von Trier geben. In diesem Fall müssten die Lauterer hoffen, dass Neunkirchen erneut das Zünglein an der Waage spielt und am 9. Mai durch einen Sieg gegen den SSV für die Oberliga-Teilnahme beider Kaiserslauterer Teams sorgt. (sts)