Kaiserslautern
Schwermetallischer Jahresstart
Die Band Barnabas Sky, das Projekt Dispyria und eine Seitenlinie der Gruppe Vanden Plas: Das sind drei bekannte musikalische Namen und Unternehmungen aus Kaiserslautern. Allesamt sind sie gerade auf der Internet-Plattform Youtube präsent, wo sie auf kommende Alben hinweisen.
Und alle drei befinden sich in den Startlöchern, um in den nächsten Wochen das neue Jahr jeweils auch gleich mit eben jenen neuen Alben zu beginnen. Ein ungewöhnliches Zusammentreffen, das noch dazu einiges an Qualität erwarten lässt.
Barnabas Sky
Als erste wird am 20. Januar die melodische Hard’n’Heavy-Band Barnabas Sky um den komponierenden Gitarristen Markus Pfeffer ihr bereits zweites Werk „What comes to Light“ vorstellen, das wiederum mit zahlreichen international bekannten Gaststars aufwartet.
Zwei Videos sind dazu momentan im Netz: ein Clip mit dem Titelsong des Albums (inklusive integriertem Songtext und Danny Vaughn von Tyketto als Sänger), außerdem das Stück „Seven Wonders“ mit dem New Yorker Sänger Dirk Kennedy (Hittman) im Vordergrund. Vorsicht: Den eindringlichen Gitarrensynthesizer-Riff am Anfang des Stücks kriegt man so schnell nicht mehr aus dem Ohr.
Dispyria
Nur wenig später, am 10. Februar, wird der dritte Teil von Jürgen Walzers „Dispyria“-Saga unter dem Titel „The Story of Marion Dust“ veröffentlicht. Das Album, in dem schlüssig erklärt wird, wie aus dem schüchternen Mädchen Marion die grausame Dämonin Aelyrea wird, ist in mehrfacher Hinsicht bemerkenswert. So wird die Produktion unter der Ägide des renommierten Labels „El Puerto Records“ international vermarktet, bei dem Jürgen Walzer soeben einen Vertrag unterzeichnen konnte. Endlich erfährt der Musiker damit die verdiente Anerkennung für sein seit zehn Jahren laufendes Metal-Opera-Projekt.
Weiterhin: Besondere musikalische Gäste sind kein Geringerer als Savatage-Sänger Zak Stevens sowie der schon erwähnte Lauterer Musiker-Kollege Markus Pfeffer als Gitarrist. Das zum ausgekoppelten Song „Blue Mirror“ produzierte Video (Stevens’ Part wurde dabei in den USA aufgenommen und technisch sauber in den Film eingefügt) kann nicht zuletzt durch die gute Leistung der Marion-Darstellerin Eileen Scherer überzeugen - musikalisch sowieso.
Vanden Plas
Am 17. Februar wird die Lauterer Band Vanden Plas in Erscheinung treten - allerdings nicht direkt selbst, sondern in veränderter Besetzung als Nebenprojekt namens All My Shadows und mit dem Debut-Album „Eerie Monsters“.
Die musikalischen Inhalte der (alten und neuen) Formation entwickelten sich während der Pandemie und sind hier nicht mehr so sehr dem Vanden Plas’schen Progressive Rock zuzuordnen. Vielmehr scheinen sie einem aus den 1980er Jahren herüberwehenden melodischen Rock verpflichtet. Dennoch klingt es letztlich unverkennbar nach Vanden Plas.
Ein interessanter Übergang, eine hörenswerte Variante der alten Lauterer Hasen, denen nach wie vor Rock-Koryphäe Andy Kuntz vorsteht. Wie sich das konkret anhört - und optisch umgesetzt wird -, zeigt das (unter anderem in der Pfalzgalerie aufgenommene) Video zum Song „Silent Waters“, das vor kurzem auf Youtube erschienen ist.
Info
Alle erwähnten Titel gibt es im Internet bei den bekannten „Streaming“-Diensten. Die Videos sind auf Youtube abrufbar.