Kaiserslautern Schwere Auswärtspartie vor der Brust

„Endlich geht es wieder los!“ Allein diese Aussage reicht, um zu spüren, wie sehr FCK-Coach Gunther Metz und seine A-Junioren dem Rückrundenstart am Wochenende entgegenfiebern. Dabei haben die Roten Teufel am Samstag direkt die schwere Auswärtspartie beim Sportclub Freiburg vor der Brust (13 Uhr).
In der Hinrunde konnte man den SCF am zweiten Spieltag verdient mit 1:0 bezwingen und damit einen perfekten Saisonstart hinlegen. Ein halbes Jahr später rangieren die Lauterer nach einer starken Hinserie auf dem fünften Tabellenplatz. Der kommende Gegner belegt mit zwei Punkten mehr sogar den dritten Rang. Trotz einer ordentlichen Vorbereitung, so Cheftrainer Metz, habe sein Team mit einigen Verletzungssorgen zu kämpfen: „Leider sind nicht alle Spieler richtig fit. Mit Joeri Stiens und Lukas Zucknick befinden sich zwei Akteure noch in der Reha-Phase, während Ioannis Nalbantis, Tim Neumann und Dominik Strohmeier wieder am Trainingsbetrieb teilnehmen, aber noch lange nicht bei 100 Prozent angekommen sind.“ „Hinter Theodor Bräunings Einsatz am Samstag steht noch ein Fragezeichen, da ihm eine Entzündung im Knie zu schaffen macht. Deshalb konnten wir in den Testspielen nicht mit der Mannschaft spielen, die ich gerne mal gesehen hätten. Trotzdem haben wir einen großen Kader und müssen in den ersten Partien auch etwas improvisieren“, so Metz. Allerdings gab es im Lager der Roten Teufel auch etwas Positives zu vermelden: Waaris Bhatti, der wegen einer langwierigen Verletzung erst gegen Ende des letzten Jahres wieder zur Verfügung stand, konnte die komplette Vorbereitung absolvieren und langsam an sein altes Niveau herangeführt werden. In der vierwöchigen Vorbereitung bestritt das A-Junioren-Team vier Testspiele. Dem 2:1-Sieg über den FC Astoria Walldorf folgte ein 0:0 gegen die Aktiven-Mannschaft des Verbandsligisten Waldalgesheim. Danach schlug man die A-Jugend des SV Gonsenheim mit 4:2. Im letzten Test gegen die U19 des FC Schalke 04 zog man den Kürzeren und verlor verdient mit 0:4. „Die Schalker haben uns aufgezeigt, woran wir noch arbeiten müssen. Wir sind nicht gut in die Partie reingekommen und der Gegner hat laut Aussage seines Trainers eines seiner besten Spiele absolviert. Schalke gehört im Jugendbereich zu den Topteams in Deutschland, und wir haben gesehen, dass wir gegen solche Teams nur bestehen können, wenn wir als Mannschaft an die Grenze gehen. Deshalb wird es wichtig sein, dass in den ersten Spielen der Rückrunde schnell wieder die Automatismen greifen – dann können wir gegen jeden Gegner punkten“, so Metz. Neben den Freundschaftsspielen wurde in den zahlreichen Trainingseinheiten viel mit dem Ball gearbeitet, um an den Grundtechniken zu pfeilen und verschiedene Spielformen einzustudieren. Marcel Jung (SV Elversberg) und Eren Candi (SSV Ulm) kehrten dem Verein in der Winterpause den Rücken. Stürmer Erik Wekesser, der nach einer tollen Hinserie im Dress der Roten Teufel (9 Tore/12 Assists) und der U18-Nationalmannschaft mit den Profis im Trainingslager war, wird auch zunächst weiter für die A-Jugend auf Torjagd gehen. „Wir freuen uns natürlich alle riesig mit Erik und wissen im ganzen Verein um sein großes Talent. Jetzt gilt es für ihn, schnellstmöglich in Tritt zu kommen und seine positiven Leistungen aus der Vorrunde zu bestätigen“, erklärt Metz, der sich glücklich schätzt, einen solchen Spieler in seinen Reihen zu haben. Im Hinblick auf die anstehende Partie gegen den SC Freiburg will der U19-Übungsleiter von seinen Schützlingen vollen Einsatz sehen: „Wir sind zurzeit auf dem fünften Platz. Aber dafür können wir uns nichts kaufen. Ich betone immer wieder, dass es nicht um irgendwelche Tabellenplätze geht, sondern darum, Woche für Woche zu zeigen, auf welchem Niveau man Fußball spielen kann. Da spielt es keine Rolle, ob es gegen den Tabellenletzten oder den Spitzenreiter geht. Die Jungs wollen sich mit den stärksten Teams messen, und da müssen sie nicht nur gegen Freiburg alles in die Waagschale werfen, um zu bestehen.“ (ülg)