laut(r)er Häppchen RHEINPFALZ Plus Artikel Schweinereien, gerettete Igel und farbenfrohe Pilzformationen

Vor dem Überfahrenwerden gerettet.
Vor dem Überfahrenwerden gerettet.

Kaiserslautern hat viele Gesichter, täglich passieren interessante Geschichten. Diese wollen wir in unserer Rubrik „Laut(r)er Häppchen“ vorstellen. Da wir nicht immer und überall sein können, sind wir auf Mithilfe angewiesen. Vielleicht entdecken Sie, liebe Leserinnen und Leser, bei einem Streifzug durch die Stadt oder die Natur etwas, das Sie mit anderen teilen wollen. Schicken Sie uns ein Foto davon sowie ein paar erklärende Zeilen dazu per E-Mail an unsere Redaktionsadresse: redkai@rheinpfalz.de.

Schweinerei

Da staunte Leser Helmut Jung am Freitagvormittag nicht schlecht: Gegen 11 Uhr beschloss nach seinen Worten eine kleine Gruppe Wildschweine, dass ihnen der Wald nicht mehr genug ist. Gemütlich machten sie sich auf zur Bushaltestelle auf dem Einsiedlerhof, um die weite Welt zu erkunden. Einen Fauxpas haben sich die vier geleistet. „Wildschweine warten auf den Omnibus ohne Maske“, merkt Helmut Jung augenzwinkernd an.

Nase voll

Weniger interessiert dürfte der kleine Igel auf Edith Schneiders Foto zukünftig am Straßenverkehr sein. Der hatte sich etwas übermütig auf den Asphalt getraut, um auf die andere Seite zu gelangen. Dabei hatte er Glück im Unglück, berichtet die Leserin: „Wir haben den Igel von der Straße gerettet und ins Grüne getragen.“ Dort musste sich der stachelige Geselle erst mal von dem Erlebten erholen.

Bunte Begegnung

Richtig entspannt wirkt hingegen die kleine farblose Spinne auf der knallig bunten Blume. Entdeckt hat das kleine Krabbeltier Britta Neger in ihrem Garten: „Durch das Summen und Brummen der Bienen an unserem Sonnenhut im Garten aufmerksam geworden, entdeckte ich diese kleine Albino-Spinne.“ Wirklich gefährlich wirkt die Spinne auf dem farbenfrohen Untergrund zum Glück nicht.

Kurioses Gewächs

Einen interessanten Fund machte auch Gerd Kaißling in der Nähe der Waschmühle. Was wie die orangenen Blüten einer seltenen Blume wirkt, sind in der Tat Pilze. Zum Verzehr vorsichtshalber nicht geeignet! Dafür sind sie umso schöner anzusehen. Ein echter Farbklecks.

Ausgefallener Mohn

„So strahlend kann der Sommer sein“, beschreibt Sonja Käfer ihren Schnappschuss. Das Besondere: Bei der gelben Blume handelt es sich um Mohn. Der Farbunterschied zu den sonst roten Blüten scheint die Tierwelt nicht zu stören: „Diese schöne gelbe Mohnblume, welche sich selbst ausgesät hat, wurde sofort von einer Wiesenhummel besucht“, berichtet Sonja Käfer, „Ich finde, wenn man dieses Bild anschaut, muss man sofort lächeln. Vielleicht lächeln andere mit mir.“

Fahrt verzögert

Alles andere als verärgert zeigt sich Peter Spiegel über seine Entdeckung, die seine Autofahrt um wenige Minuten verzögerte: „Heute Morgen, bevor ich in meinen Wagen einstieg, entdeckte ich am Boden vor meiner Fahrertür diese hübsche kleine Motte.“ Dabei handele es sich um ein Rosen-Flechtenbärchen, auch als Rosenmotte bekannt. „Leider steht diese Art auf der Roten Liste der bedrohten Arten“, weiß der Kenner. Um das Sterben der seltenen Tiere nicht noch voranzutreiben, setzte Peter Spiegel den kleinen Besucher ins sichere Gebüsch. Dann konnte er seine Fahrt antreten.

Der Wald ist nicht genug: Was für eine Schweinerei auf dem Einsiedlerhof um die Mittagszeit.
Der Wald ist nicht genug: Was für eine Schweinerei auf dem Einsiedlerhof um die Mittagszeit.
Die Rosenmotte ist vom Aussterben bedroht.
Die Rosenmotte ist vom Aussterben bedroht.
Farbenfrohes Domizil.
Farbenfrohes Domizil.
Der Hummel scheint der gelbe Mohn zu gefallen.
Der Hummel scheint der gelbe Mohn zu gefallen.
Keine Blumen, sondern Pilze.
Keine Blumen, sondern Pilze.
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