Kaiserslautern Schulze weckt den TuS und beflügelt ihn
«Kaiserslautern.»Im Westpfalz-Derby der Dritten Handball-Bundesliga Süd hat der TuS Dansenberg am Samstag einen glanzlosen Sieg eingefahren. Beim 23:16 (12:8) gegen die VTZ Saarpfalz stach im Angriff nur Alexander Schulze hervor. Der Youngster erzielte sechs Treffer.
Dansenberg wurde zu Beginn der Partie kalt erwischt. Die Gäste trafen in der Anfangsphase hochprozentig und zogen auf 3:0 davon. „Wir haben es als Mannschaft versäumt, unsere Zuschauer von Beginn an mit ins Boot zu holen. Es war ein zähes Kampfspiel mit wenig Spielfluss“, gab TuS-Coach Marco Sliwa nach dem Spiel zu Protokoll. Zweibrücken verschleppte nach dem Blitzstart das Tempo und nutzte die für einen Angriff zur Verfügung stehende Zeit bis zum Ultimo aus. Die Mehrzahl der Angriffe wurde erst nach angezeigtem Zeitspiel abgeschlossen. Diese Taktik erwies sich aus Sicht der Gäste durchaus als probates Mittel. „In der ersten Halbzeit haben wir sehr diszipliniert gespielt, waren geduldig und haben kompakt gestanden. Wir hatten das Spiel über weite Strecken im Griff“, fand VTZ-Coach Danijel Grgic. Die Gäste zwangen dem TuS ihr Spiel zunächst erfolgreich auf und stellten den Dansenberger Rückraum vor enorme Probleme. Das Prunkstück der Lauterer wurde völlig außer Gefecht gesetzt. Sowohl Mittelmann Loic Laurent als auch Torjäger Jan Claussen blieben ohne Treffer. „Wir hatten heute ein, zwei Spieler, die nicht an ihre Leistungsgrenze gekommen sind“, räumte Sliwa ein. Mit seinem Doppelschlag zum 4:4 (10.) riss Alexander Schulze Team und Fans aus ihrer kollektiven Schockstarre. Beim Stand von 5:6 (13.) lag die VTZ zum letzten Mal in Front. Torschütze war Alexey Wetz, der es an seiner alten Wirkungsstätte auf insgesamt vier Treffer brachte. Besser traf bei den Gästen nur der litauische Juniorennationalspieler Laurynas Petrusis (5). Der zweite ehemalige Dansenberger im Trikot der Rosenstädter, Martin Mokris, hatte einen gebrauchten Tag erwischt. Sein vergebener Siebenmeter beim Stand von 14:20 (50.), den er weit über das Tor setzte, war symbolisch für seinen durchwachsenen Auftritt an diesem Tag. Der 30-Jährige war sichtlich darum bemüht, das Spiel seiner Mannschaft zu strukturieren, spielte aber nur selten den tödlichen Pass. Hinzu kam Pech im Abschluss (2/1). Beflügelt vom starken Schulze, der in der ersten Halbzeit fünf seiner insgesamt sechs Tore erzielte, drehte Dansenberg das Spiel und ging Mitte der ersten Halbzeit erstmals in Front (8:7/18.). Einmal in Führung, gaben die Schwarz-Weißen das Spiel nicht mehr aus der Hand und bauten ihre Führung kontinuierlich aus. „Wir haben uns zunächst schwer damit getan, die Favoritenrolle anzunehmen. Nach dem Rückstand haben wir die Ruhe bewahrt, die einfachen Tore gemacht und das Spiel dann Stück für Stück in die Hand genommen. Es ist natürlich immer schön, ein Derby zu gewinnen. Viel Zeit zum Feiern haben wir allerdings nicht, da uns in Horkheim ein ganz schweres Spiel erwartet“, erklärte Schulze. Dank einer starken Torhüter- und Abwehrleistung, blieb Dansenberg am Drücker und gab die Führung bis zum Schluss nicht mehr ab. Näher als bis auf zwei Tore kamen die Gäste nicht mehr heran. „Leider haben wir uns nach der Pause nicht mehr an die Absprachen gehalten. Durch schlecht vorbereitete Würfe haben wir den Gegner aufgebaut und sind dann eiskalt bestraft worden. Der Sieg der Dansenberger geht natürlich in Ordnung, ist aber aus meiner Sicht zu hoch ausgefallen“, urteilte Grgic. Neben Schulze wussten beim TuS vor allem Torhüter Kevin Klier und Marc-Robin Eisel (5/4) zu gefallen, der vier von vier Siebenmetern verwandelte. So spielten sie TuS Dansenberg: Klier, 57. M. Seitz - Laurent, C. Seitz (2), Egelhof (2) - Schulze (6), Serwinski (2) - Bösing (3) - Munzinger (2), Eisel (5/4), von Lauppert, Laurent, Megaloikonomou, Kiefer VT Zweibrücken-Saarpfalz: Mevissen - Mokris (2/1), Wetz (4), Petrusis (5) - Brauns, Wilga (3) - Schweitzer (2) - Radenovic, Maric, Stauch, Kraucevicius, Paetow Spielfilm: 0:3 (3.), 4:4 (10.), 8:7 (18.), 12:8 (Halbzeit), 14:12 (37.), 19:12 (47.), 21:14 (56.), 23:16 (Ende) - Zeitstrafen: 2:4 - Siebenmeter: 4/3 - 2/1 - Beste Spieler: Schulze, Klier - Wetz - Zuschauer: 500 - Schiedsrichter: Reuther/Tobiasch (Idstein).