Museum Pfalzgalerie „Sammler von scheinbar Nebensächlichem“: Fabian Knöbl wird geehrt

Fabian Knöbl arbeitet auf ganz eigene Weise mit Papier, hier 2019 als Kunststipendiat in Jockgrim.
Fabian Knöbl arbeitet auf ganz eigene Weise mit Papier, hier 2019 als Kunststipendiat in Jockgrim.

Der Lions Club Lutra Kaiserslautern und das Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern (mpk) zeichnen in diesem Jahr den Künstler Fabian Knöbl aus.

Am 19. Juni erhält der Künstler den „Lions Club Lutra Art Award 2026“. In seiner Würdigung nennt ihn das mpk einen „profilierten Kunstschaffenden aus Kaiserslautern, der international Projekte realisiert“. Die Ehrung in der Pfalzgalerie ist für den 1981 in Kirchheimbolanden geborenen Fabian Knöbl eine Rückkehr in bekannte Räume: Schon 2024 war er bei der Pfalzpreis-Ausstellung im mpk vertreten.

Charakteristisch für sein Werk sind laut Museum insbesondere Papierschnitte, mit denen er zeichnerische und bildhauerische Aspekte verbindet und die Linie in den Raum zur plastischen Figur erhebt. Das zweidimensionale Papier, mit dem Knöbl fragil arbeite, gewinne durch die Präsentation an der Wand oder installiert auf einem Tisch eine dreidimensionale, filigrane Qualität. „Papier verwende ich nicht nur als Bildträger, sondern als Gestaltungsmittel“, sagt Knöbl dem mpk zufolge selbst über seine Technik. „Ich zeichne, indem ich mit dem Messer Linien aus der Fläche herauslöse oder sie freistelle. Die Spuren der Werkentstehung werden dabei oft belassen. Die grazilen Papierskulpturen lassen an Architekturmodelle denken.“

Der „forschende Spaziergänger“

Fabian Knöbl studierte an der Hochschule Mainz im Fachbereich Design. Er selbst sieht sich als „forschender Spaziergänger“ und „Sammler von scheinbar Nebensächlichem“. Sein Werk bewegt sich im Grenzbereich zwischen Zeichnung, Installation, Fotografie und konzeptionellen Ansätzen.

Der „Lions Club Lutra Art Award“ ehrt Künstlerinnen und Künstler, die in der Stadt Kaiserslautern, dem Landkreis oder den angrenzenden Kreisen der Westpfalz leben und arbeiten. Verbunden mit der Auszeichnung ist ein Ankauf für die Graphische Sammlung des mpk. Der Preis, so Tobias Wiebelt und Jörg Heieck, die Initiatoren des Projektes, versteht sich als Förderung der regionalen Kunstszene und zielt auf eine noch intensivere Verankerung des Museums in der Kunstlandschaft von Kaiserslautern und Umgebung. Knöbl ist der vierte Träger der Auszeichnung nach Marie Gouil, Reiner Mährlein und Erika Klos, die Mitglieder der Künstlerwerkgemeinschaft Kaiserslautern (KWG) sind.

Anlässlich der Ehrung am Freitag, 19. Juni, um 18 Uhr zeigt das mpk eine kleine Präsentation von Knöbls Werken. Die Preisverleihung ist öffentlich und kostenfrei. Im Anschluss lädt der Lions Club Lutra zu einem Umtrunk ein.

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