Tennis RHEINPFALZ Plus Artikel Saisonplanung in Zeiten der Pandemie

Ein Bild aus dem vergangenen Sommer: Jacqueline Deiler vom 1. TC Weilerbach im Mannschaftskampf gegen den Park TC Siegelbach.
Ein Bild aus dem vergangenen Sommer: Jacqueline Deiler vom 1. TC Weilerbach im Mannschaftskampf gegen den Park TC Siegelbach.

An Sport ist zurzeit nicht zu denken. Die Tennisspieler mussten sich damit abfinden, dass sie nicht in der Halle aufschlagen und spielen dürfen. Die geltende Corona-Bekämpfungsverordnung erlaubt es einfach nicht. Trotz der ungewissen Lage müssen die Tennisvereine aber bis zum 15. Januar die Mannschaften für die Sommerrunde 2021 gemeldet haben.

Normalerweise hätten die Sport- und Jugendwarte der Vereine bereits bis zum 10. Dezember 2020 die Mannschaften, die an der Runde im Sommer teilnehmen sollen, melden müssen. Doch die Meldefrist wurde bis zum 15. Januar verlängert. „Dies gibt noch etwas Zeit, um die Planungen voranzutreiben und um die notwendigen Gespräche zu führen“, teilt der Tennisverband Pfalz mit. Konkret bedeutet das, dass die Anzahl der Teams zwar gemeldet werden muss, die namentliche Nennung der Einzelspieler der jeweiligen Mannschaften aber noch nicht notwendig ist und zu einem späteren Zeitpunkt vorgenommen werden kann.

Ohne Bearbeitungsgebühr

In einer Mitteilung, die an die Funktionäre der Klubs gesandt wurde, teilt der Verband zudem mit, dass alle Mannschaften auch kostenfrei abgemeldet werden könnten und gibt dann dazu folgende Erläuterung: „Laut Wettspielordnung wäre mit einer Abmeldung einer Mannschaft nach dem 10. Dezember 2020 eine Bearbeitungsgebühr von 150 Euro verbunden. Das Präsidium hat aufgrund der aktuellen Situation entschieden, diese nicht zu erheben. Dies sehen wir in dieser Phase als wenig vereinsfreundlich und serviceorientiert an und setzen diese Gebühr entsprechend aus. Damit möchten wir Ihnen zugleich als Vereinsverantwortlichem noch etwas Zeit geben, um die Planungen für das neue Sportjahr weiter voranzutreiben.“

Der Meldezeitpunkt zum 15. Januar fällt nun aber trotz der Fristverlängerung mitten in die härtesten Lockdown-Regelungen seit dem Ausbruch der Pandemie im vergangenen März. Wie stehen die Vereine zu den Regelungen?

„Sehr unglückliche Regelung“

„Das ist eine sehr unglückliche Regelung, diesen Zeitpunkt auszuwählen. Über die momentane Situation müssen wir uns eigentlich nicht unterhalten“, sagt Stefan Opländer, Vorsitzender des TC Morlautern. Gerade in dieser aktuellen Lage sei es wenig sinnvoll, einen Termindruck auf die Vereine aufzubauen. Deshalb sieht Opländer diese Lösung, die durchaus vereinsfreundlich daherkommt, nicht als die Beste aller Möglichkeiten an. „Der Verband müsste da auch mal sieben gerade sein lassen. Möglicherweise müsste man diesen Zeitpunkt noch mal verschieben. Das wäre durchaus machbar gewesen. Aber es hätte bestimmt auch bessere Lösungen gegeben.“

„Verband braucht Planungssicherheit“

Ganz anders sieht dies Jörn Steinhauser, der Abteilungsleiter der Tennisspieler vom SV TA Miesenbach. „Der Termin wurde schon einmal verschoben. Im Dezember wäre es schon sehr früh gewesen, aber der Verband braucht auch eine gewisse Planungssicherheit“, meint der 30-Jährige, der auch beim SV Steinwenden II als Fußballer in der A-Klasse aktiv ist. Kritisch sieht Steinhauser den geplanten Saisonbeginn der Medenrunde. „Die Kinder haben teilweise sechs Monate gar keinen Schläger mehr in der Hand gehabt. Der Saisonbeginn kommt für die Kinder viel zu früh“, sagt Steinhauser und fügt hinzu, dass er im Gespräch mit Niko Urschel, dem Vorsitzenden des 1. TC Weilerbach, einer Meinung bei dieser Problematik gewesen sei.

Null Probleme

Keine Probleme und Veränderungen gab es bei den beiden Vereinen TC Ramstein und TuS TA Erfenbach. Teils seien sogar mehr Mannschaften gemeldet worden, die Mannschaftsplanungen seien zudem schon im November abgeschlossen gewesen, teilten die Vereinsfunktionäre mit. So habe es keinerlei Schwierigkeiten gegeben. „Knappe Planungen wären nicht optimal gewesen. Bis wohin hätte man denn die Meldephase verlängern sollen, um es jedem Verein recht zu machen?“, fragt Thomas Krück, der Sportwart des TC Ramstein.

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