Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Saisonabschluss des TuS Dansenberg im Zeichen des Abschiedes

Christopher Seitz traf in seinem letzten Spiel für den TuS Dansenberg sechsmal.
Christopher Seitz traf in seinem letzten Spiel für den TuS Dansenberg sechsmal.

Im letzten Spiel der Regionalliga-Saison hat sich der TuS Dansenberg mit einem Sieg von seinem Publikum verabschiedet. Abschiede standen auch für einige Spieler an.

Der TuS Dansenberg hat sich am Samstag mit einem deutlichen Sieg gegen Mühlheim-Urmitz in die Sommerpause verabschiedet und beendet seine erste Saison nach dem Abstieg in die viertklassige Handball-Regionalliga Südwest auf einem Platz in der Spitzengruppe.

Im Anschluss an die Partie wurden vier Spieler verabschiedet. Im Mittelpunkt stand Christopher Seitz, der zuvor noch ein letztes Mal den Zaun des Fanblocks erklommen hatte und dabei sichtlich gerührt war. Der langjährige Kapitän der Schwarz-Weißen hatte seine Handballschuhe fünf Jahre zuvor bereits offiziell an den Nagel gehangen, um mehr Zeit für seine junge Familie zu haben. Im Oktober 2022 sprang er erstmals wieder für die zweite Mannschaft ein, die zu diesem Zeitpunkt in der Oberliga um das sportliche Überleben kämpfte.

Immer zur Stelle

Überhaupt war Seitz immer wieder dann zur Stelle, wenn die Not am größten war. So standen bis zu seinem offiziellen Comeback zu Beginn der aktuellen Spielzeit einige ungeplante Einsätze auf dem Programm. „Seitzi“ ging immer voran, war der emotionale Leader und sprach auch die unbequemen Dinge direkt an. Mitreißend, emotional, kämpferisch, ehrgeizig, hart gegen andere, aber auch gegen sich selbst und ausgestattet mit dem Willen niemals aufzugeben: Wenn auf einen Sportler alle diese Charakter-Eigenschaften zweifelsohne zutreffen, dann auf Seitz.

Deshalb war es für den Ur-Dansenberger, der bis auf ein kurzes Intermezzo bei den HF Illtal über 30 Jahre das Trikot seines Heimatvereins trug auch selbstverständlich, beim Neuaufbau nach dem Abstieg aus der Dritten Bundesliga auf dem Feld voranzugehen. Seitz, der bei der letzten Mitgliederversammlung zum Beisitzer im Vorstand der Handballabteilung und im Gesamtvorstand des Vereins gewählt wurde, wird den Schwarz-Weißen jedoch erhalten bleiben. Zum abschließenden 33:22 (14:10)-Kantersieg gegen Mühlheim-Urmitz steuerte der Allrounder sechs Treffer bei. Besser als der Dansenberger Rekordspieler traf nur Spielmacher Ben Kölsch (acht Tore).

Nächste Generation steht bereit

Neben Seitz (Karriereende) wurden auch Frederik Bohm (24) und Paul Rutz (21) verabschiedet, die es studien- und berufsbedingt nach Karlsruhe und Norddeutschland verschlägt. Felix Dettinger (24) wird seinem Verein nicht mehr zur Verfügung stehen, da ihn berufliche Verpflichtungen bis zum Ende des Jahres zu einer Handballpause zwingen.

Dass die nächste Generation bereits in den Startlöchern steht, machte TuS-Coach Theo Megalooikonomou mit der Nominierung des A-Jugendlichen Joshua Graß (17) deutlich. Der hochgewachsene Kreisläufer soll nach und nach an das Niveau im Herrenbereich herangeführt werden und legte bei seinem Debüt eine große Einsatzfreude an den Tag. Bereits in den letzten beiden Spielen stand Neuzugang Marian Graff im Aufgebot. Der 22-jährige Linkshänder, der in Zweibrücken sowohl für den SV64 als auch die VTZ schon am Ball war, sollte erst zur neuen Saison zum TuS stoßen, durfte aber nach dem Ausfall von Bohm schon in der laufenden Saison sein Debüt geben. Im dritten Anlauf klappte es nach den Auswärtsniederlagen gegen Meister TV Homburg und die SG Zweibrücken dann auch mit dem ersten Sieg im neuen Dress.

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